Bestandsaufnahme der Deutschen und Schweizer Zeichnungen des 19. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung Albertina (Quellen und Literaturrecherchen)
Bestandsaufnahme der Deutschen und Schweizer Zeichnungen des 19. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung Albertina (Quellen und Literaturrecherchen)
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (33%); Kunstwissenschaften (67%)
Keywords
-
MUSEUMSDOKUMENTATION,
19. JAHRHUNDERT,
DEUTSCHLAND,
ZEICHNUNGEN
Primäre Absicht des Projekts war es, eine wissenschaftlich fundierte Katalogisierung der Zeichnungenbestände von deutschen und Schweizer Künstlern in der Albertina, die zwischen 1780 und 1870 geboren wurden, zu leisten. Der Fachwelt und den breiteren Besucherkreisen der Albertina sollte damit noch unbekanntes Quellenmaterial zur Kunst des 19. Jahrhunderts vorgelegt bzw. sollte das Urteil über bereits früher publizierte Werke im Licht der fortgeschrittenen kunstgeschichtlichen Forschung revidiert werden. Grundlegend sind wissenschaftliche Sammlungsverzeichnisse ferner für die tägliche Museumsarbeit. Sie sind Voraussetzung für eine intensive Wahrnehmung der wesentlichen Aufgaben eines Museums. Die Zielstrebigkeit, mit der es seine Erwerbungen tätigt, die Sicherheit, mit der es sie erhält und verwaltet, und die Gewissenhaftigkeit, mit der es seine Aufgabe als Informationsstelle versieht, hängen davon letztlich ab. Der Absicht einer historisch-kritischen Dokumentation jedes einzelnen Werkes in dem zugrundeliegenden Sammlungsbestand entsprechen als Ziele im Abgleich mit dem neuesten Stand der Forschung und im Zuge von eingehenden Quellenstudien die richtige Zuschreibung der Arbeiten an den ein oder anderen Künstler, die möglichst genaue Festlegung der Entstehungsdaten der jeweiligen Arbeiten, die Deutung von deren ikonographischer Aussage und die Erkenntnis von deren Funktion in einem umfassenderen Darstellungskontext. Der zu bearbeitende Bestand umfaßte rund 1100 Zeichnungen, 16 Skizzenbücher, zwei Alben und eine Geschenkkassette. Einschließlich der in gebundener Form überlieferten Blätter belief sich die Anzahl der Zeichnungen damit auf ca. 2770 von rund 280 einzelnen Künstlern. Aufgrund von einschneidenden Veränderungen im institutionellen Rahmen des Projekts und einer extern bedingten zweijährigen Verzögerung des Projektbeginns waren die Recherchen auf die Bearbeitung aller bis ca. 1850 entstandener Werken mit Ausnahme der Zeichnungen von Münchner Künstlern (im Endergebnis insgesamt zu 988 Zeichnungen von 124 verschiedenen Künstlern) einzuschränken. Trotzdem konnten darüber hinaus zusätzlich auch die Blätter so namhafter Maler wie von Andreas Achenbach, Karl Buchholtz, Anselm Feuerbach, Max Klinger, Adolph Menzel, Adolph Schrödter, Wilhelm Busch, Lovis Corinth, Ferdinand Hodler, Wassilij Kandinsky, Ludwig Knaus, Wilhelm Leibl, Max Liebermann, Hans von Marées, Max Slevogt, Wilhelm Steinhausen, Hans Thoma, Franz Stuck abschließend untersucht werden. Besondere Erwähnung verdienen in diesem Zusammenhang Neuzuschreibungen, die sich im Laufe der Untersuchungen ergeben haben. Sie betreffen eine Zeichnung von Friedrich Overbeck (jetzt Ferdinand Anton Krüger), ein Blatt von Julius Schnorr von Carolsfeld (jetzt Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld), eines von Karl Philipp Fohr (Theodor Rehbenitz), eines der Gebrüder Riepenhausen (Joseph Sutter), eines von Johann Christoph Erhard (Moritz Schwind), 2 Blätter von Heinrich Reinhold (J. Chr. Erhard) sowie die Zuschreibung einer bisher anonymen Zeichnung an Reinhold, und zwei Blätter von Eduard Bendemann (Rudolf Bendemann).
- Albertina - 100%