Virtual Participation in Austrian Biosphere Reserves
Virtual Participation in Austrian Biosphere Reserves
Wissenschaftsdisziplinen
Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (80%); Politikwissenschaften (20%)
Keywords
-
Transdisciplinarity,
E-participation,
Regional Governance,
Sustainability,
UNESCO Biosphere Reserve
Die Pandemie hat viele Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf in die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle gezwungen. Es ist davon auszugehen, dass Online- Konferenzen, virtuelle Klassenzimmer, Videogespräche oder elektronische Abstimmungen auch in Zukunft den Alltag (mit-)bestimmen werden. Dies wird unter anderem Auswirkungen darauf haben, wie und in welchem Umfang sich Bürgerinnen und Bürger in die Mitgestaltung ihrer Nachbarschaft, ihrer Gemeinde oder ihrer Region einbringen werden können. Ein Team von Forscherinnen und Forschern aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen will im Projekt SMART_BR erforschen, worin die Möglichkeiten und Chancen, aber auch die Herausforderungen und Grenzen digitaler Mitgestaltung bestehen. Von besonderem Interesse ist dabei, ob sich durch den Einsatz digitaler Medien bestimmte Personengruppen wie zum Beispiel Jugendliche stärker angesprochen fühlen und engagieren. Untersucht werden soll dies am Beispiel von drei österreichischen UNESCO-Biosphärenparks. Biosphärenparks sind international anerkannte Modellregionen für Nachhaltige Entwicklung, in denen Partizipation und Mitgestaltung durch die einheimische Bevölkerung bei vielfältigen Themen, wie z. B. Fragen der Mobilität, einen sehr hohen Stellenwert haben. Das Projektvorhaben trägt den Langtitel SMART_BR: Transdisciplinary research on virtual participation processes in Austrian UNESCO Biosphere Reserves. Vertreterinnen und Vertreter aus den Biosphärenparks Großes Walsertal, Wienerwald und Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge mit Forscherinnen und Forschern der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der Fachhochschule Kärnten, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität für Bodenkultur Wien werden zusammenarbeiten. Im Forschungsprojekt arbeiten das Wissenschaftsteam und Vertreterinnen und Vertreter aus den drei Biosphärenparkregionen auf gleicher Augenhöhe zusammen. Sowohl die Forschungsfragen als auch der Forschungsweg werden von allen am Projekt Beteiligten gemeinsam festgelegt. Im weiteren Forschungsverlauf soll ein gemeinsames Bild der Situation, der Probleme und Möglichkeiten und auch der zukünftigen Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden. Solche Forschungsvorhaben, die über die Welt der Wissenschaften hinaus- und in die konkrete Lebenswelt hineinreichen, bezeichnet man als transdisziplinär. Transdisziplinäres Forschen ist herausfordernd, bringt aber immer wieder überraschende und interessante Ergebnisse und Lösungen. Die Weichen für das Projekt wurden bereits in einem zweitägigen, virtuellen Workshop im November 2020 gestellt. Der vorbereitende Workshop wurde im Rahmen des Förderprogrammes #Connecting Minds des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF unterstützt.
- FH Kärnten - 100%