Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (50%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (50%)
Abstract
Das Buch schildert die Geschichte des Faches "Erziehungskunde" (bis 1848), "Pädagogik" bzw.
"Erziehungswissenschaft" an den österreichischen Universitäten zwischen 1806 und 1996. Die Untersuchung
erstreckt sich auf die Universitäten Wien, Prag, Graz, Innsbruck, Salzburg, Linz, Klagenfurt und die
Wirtschaftsuniversität Wien. Sie stützt sich hauptsächlich auf Quellenstudien in den Universitätsarchiven sowie im
allgemeinem Verwaltungsarchiv und im Archiv der Republik, im Tschechischen Staatsarchiv und im Bundesarchiv
Berlin. Geboten wird eine Institutionen- Personen- und Dogmengeschichte des Faches. Besonders herausgearbeitet
werden die Verhandlungen in den Professorenkollegien, die den Besetzungsvorschlägen für die Lehrkanzeln
vorangegangen sind, und die Berufungspolitik des Unterrichtsministeriums. Dabei werden alle Personen
berücksichtigt, die in die Berufungsvorschläge aufgenommen worden sind, und nicht nur jene, die tatsächlich
Lehrkanzeln erhalten haben. Auch sämtliche Habilitationsverfahren, das berufliche Schicksal und die
wissenschaftlichen Leistungen der für Pädagogik habilitierten Personen werden dargestellt. Die Studie schließt
auch die Spezialdisziplinen Religionspädagogik, Sportpädagogik, Wirtschaftspädagogik und Heilpädagogik ein, die
in den Theologischen, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen und Medizinischen Fakultäten gelehrt werden.
Besonderer Wert wird auf die Darstellung der wechselseitigen Beziehungen gelegt, die zwischen den Aktivitäten
der Universitätspädagogiker und der jeweiligen Lage des Schulwesens, der Schulreformbestrebungen und der
Lehrerbildung bestanden. Auch deshalb wird überall Bezug genommen auf die einschlägigen Rechtsvorschriften für
das Schul- und Hochschulwesen.