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Studies in Pre- and Protomorphology

Studies in Pre- and Protomorphology

Wolfgang U. Dressler (ORCID: 0000-0002-5165-7665)
  • Grant-DOI 10.55776/D2772
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 27.01.1997
  • Projektende 26.01.2007
  • Bewilligungssumme 2.696 €

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Abstract

Die Beiträge dieses Bandes gehen auf ausgewählte und umgearbeitete Vorträge der ersten Arbeitstagung des internationalen (von Österreichischer Akademie der Wissenschaften und Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung geforderten) Projekts über Vor- und Frühstufen des Erstspracherwerbs der Morphologie in zwei Dutzend Sprachen zurück, welche in Wien im Februar 1995 stattgefunden hat. (Zu den Auswahlkriterien vgl. p.6) Dieser Band zeichnet sich von anderen Bänden zum Erstspracherwerb durch mehrere Vorzüge aus: Er betrifft überdurchschnittlich viele Sprachen (12) und die sonst meist vernachlässigten Frühphasen des Morphologie- Erwerbs (von 1 bis 3 Lebensjahren); er ist nur dem Morphologie-Erwerb gewidmet und hier wiederum drei Schwerpunkten (Verbalflexion, Diminutive, extragrammatische Operationen); viele Beiträge folgen explizit einem konstruktivistischen Forschungsansatz, der sich damit zum ersten Mal sprachvergleichend beim Spracherwerb bewahrt (der Ansatz der anderen, nicht explizit konstruktivistischen Beiträge ist mit diesem Ansatz kompatibel); die Sprachvergleichung wird auch dadurch erleichtert, daß die den Beiträgen zugrundeliegende Datensammlung, Datenkodierung und quantitative Auswertung im Zusammenhang des internationalen, im Rahmen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geleiteten Projekts nach denselben Prinzipien erfolgen (auch im Zusammenhang mit dem CHILDES-Projekt). Auf eine Einleitung, auf Beitrag 1 zur Selbstorganisation und Beitrag 2 zum Problem radikaler phonetischer Neutralisation, folgt der erste spezifische Beitrag überhaupt zu russischer extragrammatischer Morphologie im Spracherwerb und (im ersten Spracherwerbsbeitrag über die mexikanische Sprache Huichol) der Nachweis des (auch) morphologischen Charakters von Kürzungs-Operationen (als Typ extragrammatischer Morphologie). Beiträge 5 und 6 behandeln den Übergang von vorwiegend extragrammatischer zu vorwiegend grammatischer Morphologie im Französischen und Deutschen und sind daher für die Abgrenzung von Protomorphologie gegenüber vorangehender Prämorphologie und folgender modularisierter Morphologie wichtig. Die folgenden Beiträge zum Erwerb der Verbalflexion enthalten die ersten linguistischen Beiträge zum Spracherwerb des Litauischen und Slowenischen sowie Beiträge zur nah verwandten Sprache Russisch, zum weitschichtig verwandten Schwedisch und zu den nicht verwandten Sprachen Türkisch und Georgisch. Die letzten drei Beiträge beleuchten aus drei Sprachen (Griechisch, Italienisch, Niederländisch), zum ersten Mal longitudinal, morphopragmatische Grundlagen des Erwerbs von Diminutiven (als nicht-prototypischer Kategorie der Wortbildung) und stützen dadurch Thesen des Herausgebers.

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Kontakt

Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Georg-Coch-Platz 2
(Eingang Wiesingerstraße 4)
1010 Wien

office(at)fwf.ac.at
+43 1 505 67 40

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