Der als Band VI der Proceedings des 7. Seminars der International Association for Tibetan Studies, Graz 1995,
vorgelegte Band ist Ausfluß eines "Panels" das unter dem Titel "Mountain Deities and their Cults veranstaltet
wurde. Für dieses Panel war Frau Prof. Anne-Marie Blondeau, Paris, verantwortlich, die auch die Edition der
Beiträge übernommen hat. Die Korrekturen des Manuskriptes wurden voll Frau Blondeau überwacht und das
Manuskript selbst wurde von Dr. Krasser, Mitarbeiter der ÖAW, für den Druck vorbereitet.
In einem Vorwort informiert Frau Blondeau über das Panel, rechtfertigt die Auswahl und bietet knappe
Inhaltsangaben für eine erste systematische Orientierung.
Die insgesamt dreizehn Beiträge wurden nach ihrem Bezug zum Tibetischen Kulturzentrum gegliedert. Im Ganzen
stellt der Band eine Fortsetzung der auf der Basis einer Kooperation von Wiener tibetologisch ausgebildeten
Ethnologen und Mitgliedern von C.N.R.S. Arbeitsgruppen begonnenen Bemühung um die Erschließung des
Komplexes der tibetischen Berggottheiten dar, die sich 1996 in einer ersten ÖAW Publikation niedergeschlagen hat
und mit dem vorliegenden "Panel"-Band eine erste Fortsetzung findet. Die in historischer, gesellschaftlicher, und
politischer Hinsicht weitreichend verzweigte Bedeutung des tibetischen Bergkultes wird durch die vorliegenden
Beiträge entschieden klarer erkannt und ausgearbeitet. Natürlich bringen eine ganze Anzahl voll Beiträgen, vor
allem die auf eigentlich tibetische Gebiete bezogenen, das so dringend benötigte neue Feldforschungsmaterial. Es
zeigt sich auch in diesem Band wieder, daß diese Forschung noch in den Anfangsstadien steht und eine
abschließende systematische Würdigung des Komplexes noch fern liegt. Anderseits belegt der Band aber auch, daß
mit diesem Thema ein nicht nur hochinteressantes, sondern auch hochaktuelles Forschungsgebiet aufgegriffen
worden ist, mit dem sich die wichtigsten jüngeren Fachleute voll identifizieren können, und dessen Schlüsselwert
für die Erkenntnis der verschiedenen tibetischen gesellschaftlichen Strukturen inzwischen allgemein anerkannt zu
sein scheint.