Wurzelatlas der Waldbäume
Wurzelatlas der Waldbäume
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
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WURZELANATOMIE,
GEOTROPISMUS,
WURZELMORPHOLOGIE,
WURZELSYSTEME,
WURZELÖKOLOGIE,
WALDBAU
Morphologische und anatomische Gesamtdarstellung und Beschreibung der Bewurzelung von 77 vorwiegend mitteleuropäischen Bäumen und Sträuchern unter Berücksichtigung von Arttypus und Umwelt. Hilfestellung für eine umweltgerechte Waldwirtschaft und Landschaftsgestaltung. Inhaltsangabe Die Beschreibung der untersuchten Arten erfolgt nach morphologischen und anatomischen Gesichtspunkten. Das Werk ist in einen allgemeinen und in einen speziellen Teil gegliedert. Im allgemeinen Teil werden im morphologischen Beitrag die Erblichkeit und die Umwelteinflüsse auf die Wurzelformen, die Beziehung zwischen Wurzel und Boden, die Wurzelkonkurrenz, die Wurzelverwachsungen, die Formen der Bewurzelung sowie die Wurzelmasse hinsichtlich ihrer artspezifischen Abhängigkeit und Veränderung durch die Umwelteinflüsse behandelt. Der anatomische Beitrag befasst sich mit der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Wurzel, den Unterschieden zwischen Wurzel und Spross, den Aufgaben der Bewurzelung, dem Bau der Wurzel, deren primärem und sekundärem Dickenwachstum, deren Inhaltsstoffen, deren Symbiosen, deren Richtungswachstum sowie mit den sich daraus ergebenden Auswirkungen auf das ökologische Verhalten der Art. Im speziellen Teil werden der zeitliche Ablauf der Wurzelforschung, die Zielsetzung der Arbeit und das Arbeitsverfahren beschrieben. Darauf folgt die morphologische und anatomische Beschreibung der untersuchten Arten. Die morphologische Beschreibung an Hand von Zeichnungen und Fotos behandelt kurz die Gestalt des Sprosses und ausführlich die Gestalt der Bewurzelung sowie die räumlicheVerteilung der Wurzelmasse im Boden. Ergänzend dazu werden zur ökologischen Wertung der Art deren Standortansprüche und Verbreitung angegeben. Bei der anatomischen Artenbeschreibung werden an Hand von Fotos von Wurzelschnitten der Gewebeaufbau, dessen funktionelle Bedeutung, die Inhaltstoffe, der Einfluss der mikrobiellen Symbiose auf den Bau und auf die Funktion der Wurzel sowie deren art- und umweltspezifisches Verhalten im Richtungswachstum beschrieben. Schwerpunkte Die Schwerpunkte der Arbeit liegen auf der Erweiterung der Kenntnis über die Bewurzelung der Holzgewächse und auf deren Anwendung in der Wirtschaft zugunsten einer ökologisch sinnvollen Nutzung der Arten und eines naturnaheren Waldbaues. Ergebnisse Die bisher erfolgten Wurzelforschungen an Holzgewächsen beschränkten sich hauptsächlich auf die Darstellung und Beschreibung der Bewurzelung im näheren Umkreis des Sprosses. Dem entsprechend begrenzt waren auch die Rückschlüsse, die sich daraus ergaben. Die vorliegende Arbeit bringt erstmals in großem Umfang eine Gesamtdarstellung der Bewurzelung der Holzgewächse. Erst dadurch wird eine Übersicht über die tatsächliche Ausdehnung der Bewurzelung der Arten und über die verschiedene räumliche Verteilung der Wurzelmasse im Boden in den einzelnen Klimaräumen ermöglicht. Daraus ergeben sich wertvolle Hinweise für die Artenwahl und für die Gestaltung der ökologisch sinnvollsten Bestandesdichte. Die Gesamtdarstellung der Bewurzelung ermöglicht auch einen Einblick in die Durchwurzelungsdichte. Zuverlässige Hinweise darauf sind für biologische Baumaßnahmen besonders wertvoll. Die anatomischen Untersuchungen brachten eine Erweiterung der Kenntnisse über den Aufbau und die Funktion der Wurzeln wie über die Aufgaben der Wurzel und Wurzelhaube, über die Unterschiede zwischen Gymno- und Angiospermen, über die Aufgaben der Xylem-Leitelemente für die Wasserleitung sowie über das Richtungswachstum von Spross und Wurzel. Als Ergänzung zur bisherigen Literatur zeigen die anatomischen Bilder von allen untersuchten Arten auch den primären Zustand der Wurzel. Dessen besondere Bedeutung liegt darin, dass in ihm die Wurzel am empfindlichsten auf Umwelteinflüsse reagiert und dass in ihm das Richtungswachstum festgelegt wird.
- Erwin Lichtenegger, Sonstige Forschungs- oder Entwicklungseinrichtungen , assoziierte:r Forschungspartner:in