Handbuch der Kinder- und Jugendbuchautorinnen Österreichs
Handbuch der Kinder- und Jugendbuchautorinnen Österreichs
Wissenschaftsdisziplinen
Rechtswissenschaften (100%)
Das Handbuch greift auf die Ergebnisse zurück, die innerhalb des zweijährigen vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank geförderten Projekts "Österreichische Kinder- und Jugendbuchautorinnen" (Projektnummer 8546) am Institut für Wissenschaft und Kunst erarbeitet wurden. Es handelt sich dabei um die Sammlung von über 800 biografischen Einträgen von bekannten und weniger bekannten österreichischen Frauen die für Kinder schreiben, bzw. geschrieben haben. Die Einträge enthalten neben dem Namen, den Namensformen und eventuellen Pseudonymen, Angaben über Geburtsort und -tag, sowie, wenn vorhanden über Sterbeort- und -tag. Weiters findet man Informationen zum Religionsbekenntnis, zu den ausgeübten Berufen, zu Lebenspartnern, Kindern und Verwandten, und zu Freundschaften. Der Bildungsweg, die wichtigsten beruflichen Stationen und besondere Leistungen werden ebenfalls kurz dargestellt. Weiters wird Auskunft gegeben über Auszeichnungen, Ehrungen und Mitgliedschaften. Wenn vorhanden, wurden auch Zitate, die die Einstellung der jeweiligen Autorin zu ihrer Arbeit betreffen, aufgenommen. Publikationen werden ebenso ausgewiesen wie eine Liste der verwendeten Quellen. In der Einleitung findet man eine kurze theoretische Abhandlung über die Frauenbiografieforschung und über Kinder- und Jugendliteratur in Österreich sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse und einige Hinweise zur Benutzung. Der besondere Wert dieses Handbuches liegt darin, daß erstmalig versucht wurde eine gesamte Übersicht über Kinder- und Jugendbuchautorinnen in Österreich zu geben. Bis jetzt gab es nur biografische Studien zu gewissen Epochen, Einzelbiografien oder für die breite Öffentlichkeit relativ schwierig aufzufindende biografische Angaben in Fachpublikationen, wobei es sich dabei meistens nur um bekannte Autorinnen handelte. Das vorliegende Handbuch ist keiner Zeitgrenze unterworfen, auch wurden ebenso jene Frauen berücksichtigt, die nicht in erster Linie schriftstellerisch tätig sind oder waren, die also kaum in Lexika zu finden sind, die aber dennoch mit ihren Büchern für Kinder zur Kulturlandschaft Österreichs beigetragen haben. Weiters wurde durch eine umfangreiche Recherche in publizierten und unpublizierten Quellen, in Archiven und in (Internet-)Datenbanken versucht, möglichst viele Spuren von Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen in keinem Nachschlagewerk zu finden sind, wiederaufzunehmen. Zahlreiche KooperationspartnerInnen und der Kontakt zu zahlreichen im Handbuch vertretenen Autorinnen, die um ihren Lebenslauf gebeten wurden, trugen ebenso zu der Fülle an Daten bei. Das Handbuch soll erstens einen Beitrag zur Frauenforschung liefern und zeigen, in wie vielen unterschiedlichen Bereichen Frauen tätig sind und waren und welche Schwierigkeiten manche zu überwinden hatten, um überhaupt schriftstellerisch tätig sein zu können. Auch soll es der Erforschung der jüdischen Schriftstellerinnen dienen. Viele der hier skizzierten Frauen mußten wegen ihrer jüdischen Herkunft emigrieren oder wurden ermordet. Auch diesen Spuren wurde genauestens nachgegangen. Es soll aber natürlich vor allem auch ein Beitrag zur österreichischen Kinder- und Jugendliteratur in Österreich sein, der eine universitäre Anerkennung bis jetzt leider oft verwehrt blieb. Das Handbuch richtet sich somit nicht nur an interessierte WissenschafterInnen aus mehreren Disziplinen, sondern auch an ErzieherInnen, PädagogInnen, LehrerInnen und Eltern, die nähere Angaben über die Autorinnen von Kinderliteratur möchten, es soll ein grundlegendes biografisches Nachschlagewerk sein, das über die Grenzen Österreichs hinaus sowohl in Schulbibliotheken, wissenschaftlichen Bibliotheken, Leihbüchereien als auch für SchülerInnen und StudentInnen Verwendung findet. Um dieses Handbuch noch informativer zu gestalten, werden vor Drucklegung Porträts der jeweiligen Autorinnen und Illustrationen eingefügt. Für eine leserInnenfreundliche Handhabung sind Registererschließungen geplant.