Beiträge zur Theaterwissenschaft Südosteuropas, Band II
Beiträge zur Theaterwissenschaft Südosteuropas, Band II
Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (100%)
Der vorliegende Band, der zweite einer auf zwei Bände angelegten Publikation umfaßt 15 Studien zu verschiedenen Bereichen der Theaterwissenschaft im südosteuropäischen und mediterranen Raum. Nach der EU Ost- und Südosterweiterung, dem Beitritt Zyperns und dem angestrebten Beitritt der Türkei kommt der Kenntnis dieser Kulturräume gravierende Bedeutung zu und es wird ihnen von verschiedenen Wissenschaftsdiziplinen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Das Wiener Institut für Theaterwissenschaft, aus dem der Verf. hervorgegangen ist und an dem er noch lehrt, hat den historischen Bindungen zu den K.u.K. Nachfolgestaaten und Südosteuropa in seinen Forschungsprogrammen immer einen bedeutenden Platz eingeräumt, und unter den geänderten Verhältnissen des Zusammenschlusses Europas kommt dieser Orientierung besondere Aktualität zu. Der Band umfaßt 15 Einzelstudien zu spezifischen Themenstellungen, die, zusammen mit den 12 Studien des 1. Bandes, eine Art Vorgeschmack eines theaterwissenschaftlichen Handbuches für den bezeichneten Kulturraum geben. Sieben dieser Studien sind komparativen Aspekten gewidmet, und acht betreffen spezifischer die griechische Theaterwissenschaft und ihren europäischen Querverbindungen. Der erste Teil umfaßt folgende Themen: "Locus amoenus turbatus. Rezeption und Parodie italienischer Schäferdramatik in Südosteuropa", "Zum Barockbegriff in der südosteuropäischen Dramatik", "Ordenspiele und Jesuitentheater zwischen Doppeladler und Halbmond", "Griechische (und französische) Theateraufführungen an der Hohen Pforte (1600 - 1900). Ergänzungen zur türkischen Theatergeschichte", "Improvisierte Gerichtsspiele und karnevaleske Schauprozesse in der Volkskultur des Zentralbalkans und des hellenophonen Mittelmeerraums", "Satirische Dialoge in dramatischer Form aus dem Phanar und den transdanubischen Fürstentümern 1690 - 1820. Eine sekundäre Textgruppe des vorrevolutionären griechischen Theaters" und "Die griechische Revolution von 1821 auf dem europäischen Theater. Ein Kapitel bürgerlicher Trivialdramatik und romantisch-exotischer Melodramatik im europäischen Vormärz". Der zweite Teil umfaßt die folgenden Studien: "Zum Nachleben der antiken Theaterterminologie in der griechischen Tradition", "Theaterwissenschaftliche Untersuchungen zu den Dramentexten des kretischen und heptanesischen Theaters (1590 - 1750). Methodenbeispiele dramaturgischer Analytik", "Spuren der commedia dellarte im griechischen Theater des 18. und 19. Jahrhunderts", "Zur Rezeption Goldonis in Griechenland", "Europäische Einflüsse auf die griechische Dramatik des 19. Jahrhunderts. Im südosteuropäischen Kontext", "Zur Rezeption Europas im griechischen Theater 1800 - 1930", "Moderne oder Avantgarde? Das griechische Drama zu Beginn des 20. Jahrhunderts" und "Fotos Politis und die altgriechische Tragödie. Die Inszenierung des "Ödipus rex" in der griechischen Theatergesellschaft 1919". Auf dem Sektor der komarativen Theatergeschichte Südosteuropas und des mediterranen Raums gilt es große Forschungslücken zu schließen. Die Einzelstudien bringen durchwegs Neuerkenntnisse und sind in Einzelfragen als bahnbrechend zu bezeichnen. Umfassende Indices schlüsseln den Informationsreichtum der Einzelstudien auf und gestatten eine handbuchartige Benützung des Bandes.
- Universität Wien - 100%