Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (90%); Sprach- und Literaturwissenschaften (10%)
Keywords
Numismatics,
Byzantine Empire,
Monetary history
Abstract
Die englischsprachige Neubearbeitung des im Jahre 1975 erschienenen 2. Bandes Moneta imperii Byzantini, der
die Zeitspanne von 565-610 umfaßt, wurde durch ein Forschungsprojekt des FWF ermöglicht. Sie ersetzt das
inzwischen stark veraltete, vergriffene und auch infolge eines großen Materialzuwachses der letzten Jahrzehnte
überholungsbedürftig gewordene Zitierwerk. Damit ist ein Anschluß an die englischsprachige Neubearbeitung des
1. Bandes Moneta imperii Byzantini (für 491-565) gegeben, die im Jahre 2000 erschienen ist. Aus diesem Kontext
erklärt sich die Wahl des englischen Titels, wie auch die Anlage des Werkes, das nunmehr einen beschreibenden
Katalogteil mit den Materialnachweisen vereint. Unter weitestgehender Beibehaltung der bisherigen
Typennumerierung konnten viele Novitäten eingefügt werden, die vor allem aus der Beobachtung des
Münzhandels (neuerdings auch im Internet) registriert wurden. Daneben waren die archäologische Literatur und
neuere Sammlungspublikationen nicht unergiebig. Es wurde keine Mühe gescheut, die Erfassung der
Materialgrundlagen auf den neuesten Stand zu bringen. Der Kommentarteil bringt bessere Einsichten in
problematischen Fragen der Metrologie, der Münzstättenzuweisungen und der Periodizität des Prägerhythmus.
Wie schon im vorausgegangenen Band war der EDV-Einsatz die geeignete Vorgangsweise für die Erstellung der
Materialdarbietung, so auch beim Entwerfen der synoptischen Prägetabellen und der Erstellung des umfangreichen
Abbildungsteiles, der auch stilistische Entwicklungen innerhalb der einzelnen Typen berücksichtigt. Die englische
Sprache soll der internationalen Fachwelt den Zugang zur byzantinischen Münzprägung als Quelle erleichtern, die
nicht nur Numismatiker, sondern auch die Vertreter von Nachbardisziplinen, wie Historiker und Archäologen
betrifft. Ihnen soll ein Grundlagenwerk zur Verfügung gestellt werden, auch mit dem Ziel, eine präzisere
Münzbestimmung zu erlauben.