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Sekundäre Märkte?

Sekundäre Märkte?

Georg Stöger (ORCID: 0000-0001-8477-8335)
  • Grant-DOI 10.55776/D4251
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 11.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (30%); Soziologie (30%); Wirtschaftswissenschaften (40%)

Keywords

    Second-Hand Trade, Economy Of Makeshifts, Recycling, Non-Elite Consumption, Secondary Markets

Abstract

Nur wenige Historiker/innen haben den gesamten "Lebenszyklus" eines Produktes verfolgt; vor allem "sekundäre" Formen des Gebrauchs, des Transfers und der Weiterverarbeitung - etwa Reparatur oder Gebrauchtwarenhandel - wurden in der Forschung, speziell zur Vormoderne, oft vernachlässigt. Dieser Ausschluss von sekundären Märkten und Produktkreisläufen scheint problematisch, da in der vormodernen Wirtschaft und Gesellschaft dem "Sekundären" im Hinblick auf die Produktionsfaktoren eine erhebliche Bedeutung zukam: für viele Handwerker (vor allem in den Bekleidungsgewerben) bildeten Reparaturarbeiten einen wichtigen Bestandteil ihrer täglichen Arbeit, aber auch in Berufen, die sich ausschließlich mit Gebrauchtwaren oder Altstoffen beschäftigten, fanden zahlreiche Menschen eine Erwerbsmöglichkeit. Materialien wurden in vielen Bereichen, da Rohstoffe nur begrenzt vorhanden und zumeist teuer waren, wieder verwendet und verwertet, auch blieben viele Stadtbewohner (besonders aus den Unterschichten) hinsichtlich der Konsumption bis ins 19. Jahrhundert hinein auf Gebrauchtes angewiesen. Meine Studie nimmt den Gebrauchtwarenhandel im 17. und 18. Jahrhundert in den Städten Salzburg und Wien in den Blick, es wurden - zur Ergänzung bzw. zur Kontextualisierung - jedoch auch Befunde aus anderen europäischen Städten einbezogen. Die eher fragmentarische archivalische Überlieferung und die partielle "Unsichtbarkeit" der Marktakteure machte es notwendig verschiedene Quellen (etwa zeitgenössische literarische oder bildliche Darstellungen) und methodische Ansätze (qualitative wie quantitative) zu kombinieren, was eine Erweiterung des Blickes - beispielsweise die räumliche bzw. sozioökonomische Verortung einzelner Händler/innen - ermöglichte. Der Gebrauchtwarenhandel, der über eigene Marktplätze oder Geschäfte bzw. Stände, aber auch ambulant betrieben werden konnte, bildete als temporäre Nebenbeschäftigung oder auch mittel- und langfristige Tätigkeit eine wichtige Einkommensquelle für die städtischen labouring poor, besonders auch für Frauen und Angehörige ethnischer oder religiöser Minoritäten. Normierungen und Regulierungen im städtischen Gebrauchtwarenhandel, auch hohe Zutrittsgebühren zu den Handelsgewerben oder numerische Beschränkungen derselben, schlossen verschiedene Akteure von formellen Tätigkeiten im Gebrauchtwarenhandel aus. Diese Exklusion bedingte informelle Handelstätigkeiten, das heißt von berechtigten oder teilweise berechtigten wie auch von gänzlich unberechtigten Händlern/innen, denen insgesamt eine hohe Relevanz zukam. Zweifellos war der Gebrauchtwarenhandel von Angehörigen der städtischen Unterschichten dominiert, die von "außen" bzw. "oben" als nur begrenzt respektabel erachtet wurden, Problematiken wie der Handel mit gestohlenen Gegenständen oder mit Waren dubioser Herkunft begünstigten zudem ambivalente oder auch negative Wahrnehmungen. Dennoch - der Gebrauchtwarenhandel bildete während der Frühen Neuzeit einen zentralen Bestandteil der städtischen Wirtschaft, der Nutzen des "Sekundären" im Hinblick auf die alltägliche Konsumption war vielfältig: Gebrauchte Waren konnten zu einem geringeren Preis als Neuwaren erworben werden, genauso half der Gebrauchtwarenhandel "überflüssige" Besitztümer oder Gegenstände aus Verlassenschaften oder Insolvenzen in Bargeld zu verwandeln. Jedoch war der Gebrauchtwarenhandel nicht nur eine Notwendigkeit, sondern bildete auch eine Möglichkeit des Wirtschaftens - so konnte etwa auf "billigere" Gebrauchtwaren ausgewichen werden, zudem fungierte materieller Besitz, der wertbeständig und einfach zu veräußern war, als nichtmonetäre Sparform. Die Konsumption von Gebrauchtem gestaltete sich dementsprechend überaus flexibel und bildete - vor allem für Angehörige der städtischen Unterschichten - sicherlich ein wesentliches Element der alltäglichen Ökonomie der vorindustriellen Zeit. Sekundäre Märkte stellten eine breite Auswahl an Produkten bereit, die zudem sofort verfügbar waren: besonders Kleidung (da Textilien in der vorindustriellen Periode einen relativ hohen Wert darstellten), zudem Möbel und andere Alltagsgegenstände, aber auch Altmaterialien. Enge Vernetzungen dieser sekundären Märkte bestanden mit zahlreichen anderen Bereichen der städtischen Wirtschaft: zum Neuwarenhandel (in personeller oder räumlicher Hinsicht), zum Gewerbe (über Reparaturen) oder zur Pfandleihe (über den Handel mit verfallenen Pfändern), aber auch zu Neuwarenhandel und -produktion.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%

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