Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (15%); Sprach- und Literaturwissenschaften (85%)
Keywords
Abstract
Mit dem vorliegenden 7. Faszikel wird der zweite Band des Lexikons zur byzantinischen Gräzität (LBG)
fortgesetzt. Er enthält zunächst den Schlußteil der mit Pi beginnenden Wörter, insbesondere die restlichen
Verbalkomposita mit den besonders produktiven Präpositionen p und p (wieder nicht selten mit
schwankender Überlieferung bzw. Unsicherheit vor allem bei älteren Editionen). Außerdem finden wir in diesem
Bereich des Alphabets eine größere Anzahl von Komposita mit pt()-, die unter anderem Titulatur und Berufe
betreffen. Was die mit Rho beginnenden Lemmata betrifft, so finden begegnen nicht wenige aus dem Lateinischen
stammende Termini, besonders aus der juristischen Literatur. Den weitaus größten Teil nehmen jedoch die Wörter
mit Sigma ein, die vollständig aufgenommen werden konnten, wobei die Wortverbindungen mit s()- den größten
Raum einnehmen. Seit der Bearbeitung des 6. Faszikels ist die Zahl der Editionen, die neu zu exzerpieren oder
umzuzitieren waren, stetig angewachsen. Die wichtigsten von diesen findet man auf dem neuen beigefügten
Ergänzungsblatt zu den Abkürzungen, kumuliert mit denen aus dem 5. und 6. Faszikel. Und wieder waren es die
elektronischen Medien, die weiteren Zuwachs brachten, insbesondere der "Thesaurus Linguae Graecae" (TLG), der
im Endstadium der Ausarbeitung des Manuskripts nach der neuesten Internetversion nochmals nachverglichen
wurde, um so die größtmögliche Aktualität zu erreichen. Dazu traten noch die Papyrus-Ergänzungsliste von
Hagedorn und (für die Sekundärliteratur) das Supplement zum "Repertorio bibliogrfico de la lexicografa griega".
Außerdem erfolgte die fortgesetzte Berücksichtigung der Papyri nach der CD des Packard-Humanities-Institute.
Insgesamt ergab sich so im Vergleich zu den Faszikeln des ersten Bands (A- K) ein Anwachsen des Umfangs um
deutlich mehr als zehn Prozent. Das mit dem 6. Faszikel beginnende zusätzliche Problem, dass sich das Lexikon
von Kriaras noch in der Ausarbeitung der mit Pi beginnenden Lemmata (2008 bis pea) befindet, ist auch
diesmal für den Benützer so gelöst, dass aus vorhandenen Wörterverzeichnissen volkssprachlicher (auch
nachbyzantinischer) Texte in der Lexikonzeile des LBG die jeweils wichtigsten Werke zitiert werden. Dieser
Vermerk entfällt allerdings in der Regel dann, wenn durch andere vorhandene Lexika bzw. den TLG (in weiter
zunehmendem Maße) bereits ausreichende Hinweise gegeben werden. Damit konnte die Unvollständigkeit der
Dokumentation der späteren Entwicklung der byzantinischen Gräzität einigermaßen verringert werden.