Die vorliegende Arbeit untersucht Fragestellungen bzw Implikationen, die sich in unternehmerischen Abläufen der
wirtschaftlichen Praxis iZm mit dem verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht auf Geheimhaltung
personenbezogener Daten stellen können. Ein Schwerpunkt wird hierbei auf den Vorgang gesellschaftsrechtlicher
Umstrukturierungen gelegt. Der Erwerb von Unternehmen, bzw von Anteilen an solchen, gehört in der Wirtschaft
mittlerweile zum täglichen Geschäft. Damit gehen zumeist zwangsläufig Veränderungen in den rechtlichen
Strukturen der Unternehmen einher, insb werden bei diesen Vorgängen oftmals große Mengen personenbezogener
Daten verwendet. Die für den Kaufinteressenten besonders wichtige Information über die wirtschaftlichen
Umstände des entsprechenden Unternehmens erfolgt dabei im Rahmen sog Due Diligence Prüfungen. Im Zuge
derer kann gerade die umfassende Zurverfügungstellung personenbezogener Daten wesentliche Voraussetzung für
den Erfolg einer geplanten Akqusition sein. Die Untersuchung des datenschutzrechtlichen Schicksals der dabei
verwendeten Informationen ist vorrangige Zielsetzung dieser Arbeit; insb wird auseinandergesetzt, ob durch das
zivilrechte Institut der Gesamtrechtsnachfolge ein datenschutzrechtlicher Tatbestand erfüllt wird, oder nicht.
Weiters werden besondere Fragestellungen im Konzern erörtert sowie ein Überblick über datenschutzrechtlich
relevante Sachverhalte in den Bereichen IT-Sicherheit, Arbeitsverhältnis und E-Commerce gegeben. Ein Exkurs
widmet sich letztlich dem Datenschutz in der staatlichen Verwaltung im Bezug auf die wirtschaftliche Nutzung der
dort verfügbaren Informationen.