Die Frühgeschichte des Fulbright Program in Österreich
Die Frühgeschichte des Fulbright Program in Österreich
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Sozialwissenschaften (10%); Geschichte, Archäologie (50%); Philosophie, Ethik, Religion (30%); Politikwissenschaften (10%)
Keywords
-
Fulbright Program,
Cultural Diplomacy,
History of higher education in Austria,
Educational exchange,
History of American Studies,
History of Social Sciences
In diesem Buch wird zum ersten Mal die Frühgeschichte des Fulbright Programm in Österreich dargestellt und analysiert. Ausgehend von den umfangreichen Akten im Archiv der Fulbright Commission in Wien und weiteren Aktenbeständen in Wien, Washington und Arkansas wird deutlich, dass diese spezifische Form US-amerikanischer Kulturdiplomatie nach 1945 eine Reihe von neuartigen Formen der Wissenschaftsverwaltung und -produktion nach Österreich brachte. So basierte etwa das Verfahren zur Auswahl von Fulbright StipendiatInnen auf den wissenschaftlichen Qualifikation der BewerberInnen und nicht mehr auf persönlichen Beziehungen. Ähnlich einzigartig war auch die organisatorische und finanzielle Unabhängigkeit der Fulbright Kommission in Wien - in einer Zeit, da sonst alle finanziellen Entscheidungen durch das zuständige Ministerium gefällt wurden. Nicht zuletzt brachte das Fulbright Programm allein in den ersten 15 Jahren seines Bestehens mehrere tausend ÖsterreicherInnen an US-amerikanische Universitäten, und umgekehrt ebenso viele amerikanische WissenschafterInnen, Studierende und LehrerInnen nach Österreich. Welche Erfahrungen haben sie dabei gemacht, und welchen Eindruck haben sie mitgenommen? Es wurde schon mehrfach argumentiert, dass diese Form des Austauschs eine nachhaltige Wirkung auf die Wahrnehmung der USA in der Frühzeit des Kalten Krieges hatte. Hier kann erstmals durch Verwendung einzigartigen Quellenmaterials eine tiefgehende Analyse dieser Wirkung vorgelegt werden. Das Buch dient nicht zuletzt dazu, einen Beitrag zur bisher unterbelichteten Geschichte der Hochschulen in der frühen 2. Republik zu liefern, und den Einfluss amerikanischer Kulturdiplomatie während der ersten Phase des Kalten Krieges zu analysieren.