Mitgestaltung bei der Bottom-up-Einführung von SuDS
Co-creation in bottom-up SuDS adoption
Matching Funds - Salzburg
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (30%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (10%); Soziologie (30%); Umweltingenieurwesen, Angewandte Geowissenschaften (30%)
Keywords
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Co-creation,
Bottom-up change,
Sustainable Drainage Systems (SuDS),
Stormwater management
Gemeinschaftsbasierte Nachhaltigkeitsinitiativen sind Projekte, die von Freiwilligen geleitet werden und Nachhaltigkeitslösungen hervorbringen. Sie scheinen unverzichtbar, um die Implementierung und Wartung sogenannter nachhaltiger Entwässerungssysteme (SuDS) langfristig aufrechtzuerhalten. SuDS sind Lösungen, die natürliche Prozesse (Infiltration, Evapotranspiration, Filtration, Rückhaltung, Wiederverwendung) zur Bewirtschaftung von Regenwassern nutzen. Sie gelten als entscheidende Strategie, um die mangelnde Nachhaltigkeit der derzeit weit verbreiteten rohrbasierten Systeme zu beheben. Die Teilnahme an sogenannten Co-Creation-Prozessen scheint entscheidend zu sein, um die gemeinschaftsbasierte Umsetzung von SuDS zu erleichtern. Co-Creation besteht in der gemeinsamen Initiierung, Gestaltung, Implementierung usw. von Maßnahmen. Dieses Projekt zielt darauf ab, 1) geeignete Kontextbedingungen für die Einführung von gemeinschaftsbasierten SuDS-Projekten zu analysieren; und 2) die Fähigkeit von Co-Creation-Prozessen zwischen Wissenschaft und Gemeinschaften, gemeinschaftlich geführten Veränderungen zu unterstützen. Es wird eine Reihe gemeinsamer Aktivitäten (Interventionen) organisiert, an denen sowohl ForscherInnen als auch Community-Mitglieder beteiligt sein werden. Sie bestehen aus der gemeinsamen Konzeptualisierung, Gestaltung, Umsetzung und Bewertung von Projekten mit SuDS. Daten zu Erfolgsfaktoren und Ergebnissen, die während der gemeinsamen Aktivitäten beobachtet werden, werden mithilfe von Fragebögen und durch Notizen während der Diskussionen gesammelt (Ziel 2). Fragebögen werden auch verwendet, um geeignete Kontextbedingungen herauszufinden (Ziel 1). Die Daten werden anschließend qualitativ tabellarisch dargestellt. Die Analysen werden in 3 europäischen Regionen durchgeführt. Dieses Projekt zielt darauf ab, zwei bisher wenig untersuchte Aspekte zu beleuchten: 1) Faktoren, die gemeinschaftsbasierte SuDS-Aktionen erleichtern; und 2) die Rolle, die Co-Creation in diesem Prozess spielen kann. Der Fokus liegt nicht nur auf der Untersuchung gemeinsamer Konzeptions- und Designaktivitäten (wie bisher). Die Untersuchung gemeinsamer Übungen zur Einführung und Bewertung von SuDS wird auch ins Visier genommen. Im Mittelpunkt der Analyse stehen unterschiedliche Bürgergruppen, Kontexte und Interventionsarten. Selten wurde ein solcher Ansatz zur Untersuchung der Co-Creation mit Community- Mitgliedern und im Regenwassermanagement verwendet. Die Projektaufgaben werden von Dr. Marc Gimenez Maranges geleitet und koordiniert. Drei Masterstudierende, drei ExpertInnen für Informatik, ein(e) ProgrammiererIn und ein(e) technische(r) AssistentIn werden zu einigen Projektaktivitäten beitragen. Dieses Projekt wird von Prof. Nadejda Komendantova (IIASA) betreut. Assoc. Prof.-Dr. Angela Hof (Universität Salzburg) wird ebenfalls als Mentorin unterstützen.
- Universität Salzburg - 100%
- Robert Sitzenfrei, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Elisa Lähde - Finnland
- Viviana Pappalardo - Italien
- Frank Van Laerhoven, Utrecht University - Niederlande
- Erik Glaas - Schweden
- Joaquim Comas Matas, Universitat de Girona - Spanien
- Albert Llausàs Pascual, University of Valencia - Spanien
- Mark Lindquist - Vereinigte Staaten von Amerika
- Sarah Ward - Vereinigtes Königreich