Kosmische Sympathie im Neoplatonismus
Cosmic Sympathy in Neoplatonism
Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (100%)
Keywords
-
Neoplatonism,
Philosophy,
Plotinus,
Iamblichus,
Proclus,
Religion
Dieses Forschungsvorhaben befasst sich mit einem grundlegenden Konzept in der Geschichte des abendländischen Denkens: der Interdependenz zwischen den einzelnen Realitätsebenen - oder anders ausgedrückt: der kosmischen Sympathie - und ihrer Theoretisierung in der spätantiken philosophischen Denktradition des Neplatonismus. Diese Lehre von der gegenseitigen Abhängigkeit aller existierenden Wesen, sowohl der lebenden als auch der nicht lebenden, impliziert eine Reihe von philosophischen Voraussetzungen und Konsequenzen für das menschliche Verhalten. Die kosmische Sympathie war in der abendländischen Kultur von der frühen Antike über die italienische Renaissance bis zum neunzehnten Jahrhundert eine Lehre von großer Bedeutung. Dieses Forschungsvorhaben wirft insbesondere die Fragen des Determinismus und des freien Willens auf und liegt am Schnittpunkt mehrererDisziplinen: Antike Religionsphilosophie, Naturphilosophie/Umweltphilosophie, Religionsgeschichte, Anthropologie und klassische griechische Philologie. Ich habe mich für eine zweifache Herangehensweise entschieden: zum einen für die Untersuchung der Verbindung zwischen der Natur und dem Göttlichen im neuplatonischen Denken, das auf der Theorie der universellen Interdependenz beruht. Zum anderen geht es um die grundlegende Rolle weiblicher philosophischer und religiöser Prinzipien in dieser philosophischen Doktrin (wie der Göttin Aphrodite, die als Figur des philosophischen Prinzips der Harmonie angesehen wurde, die alle Dinge miteinander verbindet), die bisher weitgehend ignoriert wurden. Diese Forschungsarbeit wirft daher wichtige ethische Fragen auf, sowohl im Hinblick auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur als auch auf die Kluft zwischen den Geschlechtern in der Geschichte des abendländischen Denkens, zu deren Schließung ich mit dieser Arbeit beitragen möchte. In den drei Jahren meines ESPRIT Fellowship möchte ich drei Ziele erreichen: 1) die Grundlagen für eine Monographie über die neuplatonische philosophische Lehre von der universellen Interdependenz - oder kosmischen Sympathie - zu schreiben, die sich auf die Sakralisierung der Natur und die zentrale Rolle der weiblichen philosophischen und religiösen Prinzipien konzentriert 2) mehrere Symposien zu diesem Thema mit meinem Mentor, Prof. Karamanolis, zu organisieren. 3) die Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen, von Fall zu Fall.
- Universität Wien - 100%
- George Karamanolis, Universität Wien , Mentor:in
Research Output
- 5 Wissenschaftliche Auszeichnungen
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2025
Titel I organized a conference on the 8th and 9th of May 2025 with 8 international prestigious speakers Typ Attracted visiting staff or user to your research group Bekanntheitsgrad Continental/International -
2025
Titel Invited to give a talk on my research at the French Embassy of Vienna on the 23rd of May 2025 Typ Personally asked as a key note speaker to a conference Bekanntheitsgrad Continental/International -
2025
Titel Invited personally to give a talk at the Foro di Studi Avanzati's annual conference in Rome (Italy) as the leader of the Neoplatonism & Theurgy research group Typ Personally asked as a key note speaker to a conference Bekanntheitsgrad Continental/International -
2025
Titel Invitation as a speaker at the Università Milano San Raffaele (Milan, Italy) Typ Personally asked as a key note speaker to a conference Bekanntheitsgrad Continental/International -
2024
Titel Invited Prof. Irmgard Männlein (Tübingen Universität) to present her book on the 23rd of November 2024 at the University of Vienna Typ Attracted visiting staff or user to your research group Bekanntheitsgrad Continental/International