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Ontologische Kreativität als Grundlage menschlichen Denkens

Ontological Creativity as the Foundation of Human Thinking

Erik Kuravsky (ORCID: 0000-0002-8365-5496)
  • Grant-DOI 10.55776/ESP7248824
  • Förderprogramm ESPRIT
  • Status laufend
  • Projektbeginn 01.02.2025
  • Projektende 31.01.2028
  • Bewilligungssumme 340.819 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (100%)

Keywords

    Ontology of Cognition, Creative Thinking, Neoplatonism, Meister Eckhart, Heidegger, The Human-Divine Intellect Relation

Abstract

Das übergeordnete Ziel meines vorgeschlagenen Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens der menschlichen Erkenntnis, der den neuplatonischen Vorschlag zur Kontinuität zwischen menschlichem und göttlichem Intellekt der zunächst von Plotin in seinem Diskurs über die Hypostasen des Einen dargelegt und später von Meister Eckhart in seiner Untersuchung der Verbindung zwischen Losgelöstheit und göttlichem Wissen weiter ausgeführt wurde mit Heideggers Perspektive auf die zeitliche Dimension des Ereignisses und die Funktion menschlicher Kreativität bei der Gestaltung seines historischen Wesens synthetisiert. Während die vorherrschenden Ansichten in der Philosophie und den Kognitionswissenschaften in Bezug auf das Denken und insbesondere das kreative Denken auf einem subjektiven Repräsentationsmodell basieren, das am deutlichsten in einem kybernetischen Paradigma der Informationsverarbeitung dargestellt wird, zielt das vorliegende Projekt darauf ab, das menschliche Denken im Hinblick auf ontologische Kreativität zu untersuchen, indem es seine transzendente Natur nutzt und so die Grenzen subjektiver, selbstbestimmter Handlungsfähigkeit überschreitet. Die gleiche Diskussion wurde im antiken Mittelmeerraum geführt, und die neuplatonische Schule, die auf fast sieben Jahrhunderten an Beobachtungen und Debatten basierte, schlug eine differenzierte Sicht des Prozesses vor, die eine erneute Betrachtung wert ist. Dieses Projekt schlägt eine Überprüfung des neuplatonischen Standpunkts durch das Prisma zeitgenössischer Diskussionen vor und verwendet Meister Eckharts neuplatonisch inspirierte Ansichten als Fallstudie. Diese Wahl wird durch die wahrgenommene Übereinstimmung seiner Aneignung des Neuplatonismus mit zeitgenössischen phänomenologischen und hermeneutischen Perspektiven auf den transzendenten Aspekt der menschlichen Erkenntnis innerhalb der modernen Eckhart-Forschung beeinflusst, insbesondere mit denen, die von Martin Heidegger formuliert wurden. Bei dem Versuch, den neuplatonischen Standpunkt an zeitgenössische Bedürfnisse anzupassen, werde ich Heideggers Konzepte bezüglich der nicht-repräsentativen und transzendenten Essenz des kreativen Denkens nutzen, die nicht auf einer theologischen Annahme der Existenz eines göttlich-intellektuellen Wesens (Gott) beruhen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • George Karamanolis, Universität Wien , Mentor:in

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