Water relations of spruce trees in low-elevation pure stands
Water relations of spruce trees in low-elevation pure stands
Wissenschaftsdisziplinen
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (100%)
Keywords
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Ecophysiology Of Plants,
Ecophysiology Of Pla
Fichtenmonokulturen auf ehemaligen Laubholzstandorten sind nach allgemeiner Ansicht sanierungsbedürftig. Welche Folgen sekundären Fichtenwälder und ihre allfällige Sanierung auf das ökologische und das sozio- ökonomische System haben, wurde auf etwa 2800 km Waldfläche der ostösterreichischen Flyschzone und des Kobernausserwaldes, mit 32% sekundären Fichtenbeständen untersucht. Je nach wissenschaftlicher Disziplin wurden die Untersuchungen auf Intensiv-Probeflächen mit einem hohen Instrumentierungsgrad, auf einer größeren Anzahl kleinerer Probe-flächenpaaren jeweils im Fichtenrein- und im Mischbestand, oder in betrieblichen und politischen Einheiten durchgeführt. Dementsprechend vielfältig waren die Ergebnisse: Die Buche zeichnet sich gegenüber der Fichte durch einen wesentlich höheren Wasser-verbrauch und eine geringere Fähigkeit diesen Wasserverbrauch einzuschränken aus. So steht der Fichte in Trockenperioden im Mischbestand weniger Wasser zur Verfügung als im Reinbestand. Sie wurzelt allgemein flacher als die Buche und im Mischbestand noch flacher. Dementsprechend reagiert sie im Mischbestand auf Konkurrenz mit stärkeren Zuwachsrückgängen, fällt in ihrer sozialen Stellung früher zurück, und scheidet aus, so dass in Mischung mit Buche bald nur sehr dominante Fichten übrig bleiben. Die Fichtenstreu wird nur langsam zersetzt, und ein hoher Anteil der organischen Substanz und der Nährstoffe wird im Boden festgelegt. Die Baumartenzusammensetzung ändert die Bodenvorräte an Kohlenstoff und Stickstoff in der Molasse nicht. Im Flysch dagegen sind die Vorräte in den Mischbeständen deutlich höher. Der humose Oberboden ist unter Misch-beständen allgemein weniger sauer und hat höhere Kalziumkonzentrationen - eine Folge der Pumpwirkung der tiefer wurzelnden Buche. Unter Trockenstress werden von den Fichten vermehrt Äthanol und veränderte Monoterpen-Muster freigesetzt, die für Borkenkäfer attraktiv sind und die Bäume für den Befall anfällig machen. Durch Borkenkäfer übertragene Bläuepilze behindern den Wassertransport in den Gefäßen. Als Erreger des Fichtentriebsterbens konnte der Pilz Sirococcus congenius identifiziert werden. Die Ausprägung des Schadbildes steht noch zusätzlich mit der Magnesium-Kalzium-Ernährung der Fichten in Zusammenhang. Diese Instabilität der Fichtenbestände und der Fichte spiegelt sich im 80 %- igen Fichtenanteil an den Schadholznutzungen wieder. Allerdings verminderte sich das Kapital der Forstbetriebe selbst unter Berücksichtigung dieser Risken um 27% wenn alle Fichtenbestände umgewandelt würden. Für das Rehwild ergab sich, nach großflächigen Umwandlungen in laubholzreiche Beständen, dass nach etwa 15 Jahren durch das Erreichen des Dickungs- und Stangenholzstadiums das Verhältnis von Deckungsschutz zu Äsungsangebot schlechter, und damit der Verbißdruck auf die verbliebenen Jungwüchse stärker, und die Bejagbarkeit schwieriger geworden war. Gerade in diesem Stadium wird daher eine Reihe besondere forstlicher und jagdwirtschaftlicher Maßnahmen nötig.
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Konsortiumsmitglied (16.06.1997 - 15.06.2001)
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- Universität für Bodenkultur Wien