Elektrischen Stroms auf die Selbstheilung von Al-Leg
ELectrIc current effects on the Self-Healing of Al alloys
Wissenschaftsdisziplinen
Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (30%); Informatik (20%); Physik, Astronomie (20%); Werkstofftechnik (30%)
Keywords
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Aluminium Alloys,
Self-Healing,
Creep,
Electric Currents,
Solid-State Diffusion,
Precipitates
Aluminium zeigt, wie einige andere Metalle, das Potential zur Selbstheilung. Diese wird allerdings anders als bei Hochleistungsbeton und Kunststoffen zum gegenwärtigen Zeitpunkt praktisch nicht genutzt. Dabei könnte sie, in Kombination mit anderen Ansätzen zur Ressourcenschonung, die Aluminumproduktion in Zukunft weitaus nachhaltiger gestalteten. In diesem Projekt werden wir die Selbstheilungseigenschaften von Aluminiumlegierungen durch Diffusionsmechanismen erforschen. Materialschäden in Form von kleinsten Poren treten unweigerlich durch thermische und/oder mechanische Belastungen während des Betriebes auf und führen letztendlich zum Versagen der Bauteile. Wir wollen im Rahmen dieses Projektes herausfinden, wie Selbstheilungsprozesse, ausgelöst durch hohe Temperaturen, elektrische Ströme oder mechanische Belastungen, so gelenkt werden können, dass sich bereits gebildete Schäden durch Diffussion wieder zurückbilden. Zunächst muss auf Basis des Diffusionsverhaltenes diverser Elemente in Aluminum die Legierungszusammensetzung definiert werden, wofür insbesondere Materialssimulationen verwendet werden. Daraufhin wird im 3D Druck Verfahren das Metallpulvergemisch mit definierter Zusammensetzung durch die Hitzeeinwirkung einer Laserquelle zunächst aufgeschmolzen und anschließend erstarrt. An diesen so gewonnen Testproben untersuchen wir mittels multiskaliger Elektronenmikroskopie die Porenentwicklung sowie die Selbstheilungsprozesse, die durch hohe Temperaturen, elektrische Ströme sowie mechanische Belastung ausgelöst werden und vergleichen die Ergebnisse mit jenen von traditionell gefertigten Materialien. Abschließend versuchen wir, die beobachteten Phänomene anhand mathematischer Gleichungen und physikalischer Konzepte unter verschiedenen Betriebs- und Nachbehandlungsbedingungen zu beschreiben. Wir sind Wissenschaftler*innen, die sich der Materialwissenschaft und -technik widmen, mit besonderem Schwerpunkt auf Modellierung auf atomarer Ebene (Lorenz Romaner, MUL), Elektronenmikroskopie (Ilse Letofsky-Papst, TU Graz / ZFE Graz), Modellierung und Charakterisierung (Cecilia Poletti, TU Graz) und elektromagnetische Eigenschaften (Annette Mütze, TU Graz). Unsere Gruppe wird ergänzt durch internationale Partner (Elisabetta Gariboldi und Antonio Grande, PoliMi), sowie Postdoktorand*innen, Doktorats- und Masterstudierende und diverse Techniker*innen. Die Gruppe arbeitet mit Slovak Academy of Sciences, Checz Academy of Sciences und KTH Royal Institute of Technology zusammen.
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Konsortiumsmitglied (03.06.2024 -)
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Konsortiumsmitglied (03.06.2024 -)
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Konsortiumsmitglied (03.06.2024 -)
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Koordinator:in (03.06.2024 -)
- Technische Universität Graz
- Antonio Mattia Grande - Italien
- Elisabetta Gariboldi, Polytechnic University of Milan - Italien
- Andrei Ruban, Royal Institute of Technology - Schweden
- Martin Balog - Slowakei
- Jirí Svoboda, Czech Academy of Sciences - Tschechien