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EUROCORES_ECRP_Citizenship after the Nation-State

EUROCORES_ECRP_Citizenship after the Nation-State

Franz Fallend (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/I132
  • Förderprogramm Einzelprojekte International
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.07.2008
  • Projektende 30.06.2010
  • Bewilligungssumme 109.956 €

Wissenschaftsdisziplinen

Politikwissenschaften (50%); Soziologie (50%)

Keywords

    Citizenship, Regional Government, Nation State, Regional Economic Disparity, Regional Identity

Abstract

Das internationale Forschungsprojekt über "Bürgerschaft nach dem Nationalstaat" ("Citizenship after the Nation- State"/CANS) untersucht durch vergleichende repräsentative Umfragen in 21 Regionen in 7 europäischen Ländern das Ausmaß, in dem Bürgerschaft - manifestiert in politischer Partizipation und sozialer Solidarität - sich "de- nationalisiert" oder regionalisiert hat, d. h. sich auf regionaler Ebene in einem neuen Maßstab gebildet hat. Das Projekt testet verschiedene theoretische Erklärungsansätze für die Regionalisierung von Bürgerschaft, die um die Variablen regionale Identität, Kompetenzen der regionalen Regierung und regionale ökonomische Unterschiede kreisen. Die Originalität des Projekts besteht darin, dass zwei in der Forschung häufig anzutreffende Perspektiven überwunden werden sollen: ein "methodologischer Nationalismus", der immer noch Fragestellungen der Sozialwissenschaften rund um das Modell des "Nationalstaates" zentriert und beschränkt, sowie die Schwerpunktsetzung regionaler Politikforschung auf eine kleine Gruppe "üblicher Verdächtiger" (die Regionen Bayern, Katalonien, Flandern, Quebec, Schottland). Die Bedeutung des österreichischen Beitrages ist zweifach: Erstens hat es bis jetzt keinen Versuch gegeben, systematisch regionale politische Einstellungen in Österreich zu erheben, was zum Teil eine föderale Tradition widerspiegelt, in erster Linie auf hohem Niveau nationale Politikstandards zu koordinieren. Anderseits weisen die Länder in Österreich lange politische Traditionen auf, die zeitlich vor die Gründung des Bundesstaates zurückreichen. Darüber hinaus lässt sich in den letzten Jahrzehnten eine Tendenz zur Politisierung der regionalen Ebene beobachten, teilweise als Antwort auf regionale ökonomische Ungleichheiten, was wiederum Diskussionen über eine Reform des föderalen Systems ausgelöst hat. Gleichzeitig appellieren die politischen Parteien vermehrt an regionale Identitäten. Zweitens stellt Österreich, neben Deutschland, im Rahmen des CANS-Projektes einen der lange etablierten Bundesstaaten dar. Die Untersuchung bietet somit die Chance, den Einfluss der nationalen Regierung auf die Regionalisierung von Bürgerschaft besser zu verstehen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Lieven De Winter, Université Catholique de Louvain - Belgien
  • Dieter Roth, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg - Deutschland
  • Romain Pasquier, Université de Rennes I - Frankreich
  • Mikael Hjerm, Umea University - Schweden
  • Enrique Martinez Herrera, Center for Political and Constitutional Studies - Spanien
  • Charles Jeffery, University of Edinburgh - Vereinigtes Königreich

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