Management und Ökonomie grenzüberschreitender Medienkommunikation
The management and economics of cross-border media communication
DACH: Österreich - Deutschland - Schweiz
Wissenschaftsdisziplinen
Medien- und Kommunikationswissenschaften (100%)
Keywords
-
Media management,
Media Communication,
Cross Border Communication,
Media Corporations
Das Projekt Management und Ökonomie grenzüberschreitender Medienkommunikation. Eine Studie über transnationale Beziehungen zwischen Marktstrukturen und Medienmanagement untersucht wie, wann und warum Medienprodukte nationale und kulturelle Grenzen überschreiten. Hierfür wurden in einem ersten Schritt das Volumen und die Intensität grenzüberschreitender Transaktionen zwischen verschiedenen Ländern (AT, CH, CHN, DE, ES, IND; MX, NL, POL, UK, USA) hinsichtlich Informations- und Unterhaltungsmedien untersucht, sowie die Strukturen der Medienmärkte analysiert, die diese Art von Transaktionen ermöglichen. In einem zweiten Schritt richtete sich der Fokus auf Medienunternehmen. Dies sah die Analyse der Strukturen grenzüberschreitender Kommunikation vor, die Medienunternehmen selbst durch ihre Strategien, Ziele und Aktivitäten (mit)gestalten, wie auch der Reaktion von Medienunternehmen auf strukturelle Veränderungen. Anschließend wurden die Gründe einer Grenzüberschreitung erforscht, sowie die Rahmenbedingungen identifiziert, die ein solches Engagement ermöglichen oder einschränken. Eine neue methodische Vorgehensweise wurde entwickelt, um den transnationalen Medienhandel erstmals über bilaterale Beziehungen zu erfassen. Dazu wurden Daten über unterschiedliche Arten grenzüberschreitender Medienströme herangezogen, die von offiziellen Datenbanken erhoben werden. Auf Managementebene zeigen die Ergebnisse, dass die Digitalisierung und die Sprache eine wichtige Rolle bei der Strategieauswahl spielen: Medienunternehmen, die aus nicht dominanten Sprachmärkten stammen und sich entweder auf generische Medienprodukte oder auf Nischenmärkte konzentrieren, können vom Digitalisierungsprozess profitieren, wie auch Medienunternehmen, die bereits eine gewisse Größe erreicht und somit ihre Sprachbarrieren überwunden haben. Die Motive für ein grenzüberschreitendes Engagement sind wirtschaftlicher, organisatorischer und sozialpolitischer Natur. Die Möglichkeiten einer organisationalen Ambidextrie, d.h. Ausnutzung (von Bestehendem) und Erkundung (von Neuem), werden insb. für journalistische Medienunternehmen in ihrem Internationalisierungsprozess vom Digitalisierungsprozess herausfordert, da hier Ausnutzung als Strategie im Vordergrund steht. Darüber hinaus unterscheiden sich Ambidextriemuster je nach Medientyp und Herkunftsland des Medienunternehmens erheblich. Die Ergebnisse zeigen ferner, dass es keine bestimmten fordernden oder einschränkenden (Markt- )Strukturen für das grenzüberschreitende Engagement gibt. Darüber hinaus konnten wir feststellen, dass die meisten Medienunternehmen keine einheitliche, übergreifende und transnationale Strategie für ihre Grenzüberschreitung anwenden, sondern Strategien flexibel je na Medientyp, Unternehmensgröße, kultureller Herkunft und angewandter Regeln und Ressourcen kombinieren.
Das Projekt Management und Ökonomie grenzüberschreitender Medienkommunikation. Eine Studie über transnationale Beziehungen zwischen Marktstrukturen und Medienmanagement untersucht wie, wann und warum Medienprodukte nationale und kulturelle Grenzen überschreiten. Hierfür wurden in einem ersten Schritt das Volumen und die Intensität grenzüberschreitender Transaktionen zwischen verschiedenen Ländern (AT, CH, CHN, DE, ES, IND; MX, NL, POL, UK, USA) hinsichtlich Informations- und Unterhaltungsmedien untersucht, sowie die Strukturen der Medienmärkte analysiert, die diese Art von Transaktionen ermöglichen. In einem zweiten Schritt richtete sich der Fokus auf Medienunternehmen. Dies sah die Analyse der Strukturen grenzüberschreitender Kommunikation vor, die Medienunternehmen selbst durch ihre Strategien, Ziele und Aktivitäten (mit)gestalten, wie auch der Reaktion von Medienunternehmen auf strukturelle Veränderungen. Anschließend wurden die Gründe einer Grenzüberschreitung erforscht, sowie die Rahmenbedingungen identifiziert, die ein solches Engagement ermöglichen oder einschränken. Eine neue methodische Vorgehensweise wurde entwickelt, um den transnationalen Medienhandel erstmals über bilaterale Beziehungen zu erfassen. Dazu wurden Daten über unterschiedliche Arten grenzüberschreitender Medienströme herangezogen, die von offiziellen Datenbanken erhoben werden. Auf Managementebene zeigen die Ergebnisse, dass die Digitalisierung und die Sprache eine wichtige Rolle bei der Strategieauswahl spielen: Medienunternehmen, die aus nicht dominanten Sprachmärkten stammen und sich entweder auf generische Medienprodukte oder auf Nischenmärkte konzentrieren, können vom Digitalisierungsprozess profitieren, wie auch Medienunternehmen, die bereits eine gewisse Größe erreicht und somit ihre Sprachbarrieren überwunden haben. Die Motive für ein grenzüberschreitendes Engagement sind wirtschaftlicher, organisatorischer und sozialpolitischer Natur. Die Möglichkeiten einer organisationalen Ambidextrie, d.h. Ausnutzung (von Bestehendem) und Erkundung (von Neuem), werden insb. für journalistische Medienunternehmen in ihrem Internationalisierungsprozess vom Digitalisierungsprozess herausfordert, da hier Ausnutzung als Strategie im Vordergrund steht. Darüber hinaus unterscheiden sich Ambidextriemuster je nach Medientyp und Herkunftsland des Medienunternehmens erheblich. Die Ergebnisse zeigen ferner, dass es keine bestimmten fordernden oder einschränkenden (Markt- )Strukturen für das grenzüberschreitende Engagement gibt. Darüber hinaus konnten wir feststellen, dass die meisten Medienunternehmen keine einheitliche, übergreifende und transnationale Strategie für ihre Grenzüberschreitung anwenden, sondern Strategien flexibel je na Medientyp, Unternehmensgröße, kultureller Herkunft und angewandter Regeln und Ressourcen kombinieren.
Research Output
- 308 Zitationen
- 6 Publikationen
-
2016
Titel Mediale Grenzüberschreitungen: Methodische Herausforderungen der Unterscheidung von international, multinational, transnational und global in der Medienökonomie DOI 10.5771/9783845276885-215 Typ Book Chapter Autor Przybylski P Verlag Nomos Verlag Seiten 215-246 -
2019
Titel What is a media company today? Rethinking theoretical and empirical definitions DOI 10.5771/2192-4007-2019-1-29 Typ Journal Article Autor Voci D Journal Studies in Communication and Media Seiten 29-52 Link Publikation -
2019
Titel Patterns of structural and sequential ambidexterity in cross-border media management DOI 10.1080/16522354.2019.1619965 Typ Journal Article Autor Nölleke-Przybylski P Journal Journal of Media Business Studies Seiten 126-152 Link Publikation -
2017
Titel (De)Centralization of the Global Informational Ecosystem DOI 10.17645/mac.v5i3.1067 Typ Journal Article Autor Möller J Journal Media and Communication Seiten 37-48 Link Publikation -
2014
Titel Combining experimental evolution with next-generation sequencing: a powerful tool to study adaptation from standing genetic variation DOI 10.1038/hdy.2014.86 Typ Journal Article Autor Schlötterer C Journal Heredity Seiten 431-440 Link Publikation -
2018
Titel Can digitisation help overcome linguistic and strategic disadvantages in international media markets? Exploring cross-border business opportunities for German-language media companies DOI 10.1177/0163443718787614 Typ Journal Article Autor Von Rimscha M Journal Media, Culture & Society Seiten 520-538