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Barrierefreie Besprechungszimmer für sehbehinderte Menschen

Accessibility for Meeting Rooms for Visually Impaired People

Klaus Miesenberger (ORCID: 0000-0003-0072-7157)
  • Grant-DOI 10.55776/I3741
  • Förderprogramm Einzelprojekte International
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2018
  • Projektende 31.07.2022
  • Bewilligungssumme 211.526 €
  • Projekt-Website

DACH: Österreich - Deutschland - Schweiz

Wissenschaftsdisziplinen

Informatik (95%); Psychologie (5%)

Keywords

    Accessibility, Co-Located Meetings, 3d collaborative workspaces, Barrierefreiheit, Integration

Abstract Endbericht

Problembeschreibung: Die tägliche Arbeit, die Ausbildung und auch das Sozialleben nutzen eine intensive Zusammenarbeit in Teams, um gemeinsam gestellte Aufgaben zu lösen. Die aktive Teilnahme sehbehinderter Menschen an dieser Art der Teamarbeit ist oft nur schwer möglich, da die Teamarbeit in solchen Meetings von nicht zugänglichen Interaktions- und Kommunikationsmodalitäten wie non-verbaler Kommunikation (z.B. zeigen auf Objekte) und analogen Objekten (z.B. Flipcharts, Tafeln oder Notizkärtchen) geprägt ist. Erschwert wird die Zugänglichkeit für sehbehinderte Menschen an dieser Art der Teamarbeit wenn die Objekte räumlich verteilt werden z.B. auf oder oberhalb eines Tisches mit einer oder ohne einer interaktiven Oberfläche oder auch innerhalb eines Raums auf mehreren Arbeitsflächen. Lösungsansatz: Im Rahmen dieses Projektes werden mittels Grundlagenforschung Möglichkeiten analysiert, um nicht zugängliche Informationen für sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen, um somit eine aktive Teilnahme von sehbehinderten Personen in der Teamarbeit zu ermöglichen. Hierzu werden die folgenden grundlegenden Forschungsfragen unter dem Aspekt ICT basierender Lösungsansätze beantwortet. Welche Interaktions- und Kommunikationsmodalitäten müssen zugänglich gemacht werden? Identifizierung, Priorisierung und Analyse von nicht zugänglichen Modalitäten während der Teamarbeit Wie können nicht zugängliche Modalitäten erkannt und aufbereitet werden? Generierung von abstrakten und bearbeitbaren Darstellungen von wichtigen Modalitäten Welche Relevanz haben die erstellten Modalitäten? Planung und Erstellung eines Reasoners um die erkannten und bearbeitbaren Modalitäten zu interpretieren Wie können die erkannten Modalitäten dargestellt werden? - Ausgabe der erkannten Information via zugänglicher und bewährten Modalitäten wie Braille und Sprachausgabe aber auch via innovativer Methoden wie tastbarer (tangilber) Objekte Wie können die Modalitäten bearbeitet werden?- Eingabemöglichkeiten sollen zum einem bewährte Konzepte beinhalten wie Tastatur, Maus und Spracheingabe aber auch innovative Konzepte wie an-fassbare (tangilbe) Objekte Ergebnisse: Das Projekt wird ein tieferes Verständnis für nicht barrierefreie Modalitäten Modalitäten bezogen auf die Arbeitsfläche, Modalitäten oberhalb der Arbeitsfläche und Modalitäten im Raum verteilt liefern. Es werden Konzepte entwickelt um die nicht zugänglichen Modalitäten zu erkennen, zu bearbeiten, aufzubereiten und als zugängliche Modalitäten darzustellen. Dies erlaubt eine bessere Zugangsmöglichkeit für sehbehinderte Personen an Teamarbeiten ohne dabei für sehende Teilnehmer störend zu wirken.

Hilfsmitteltechnologie und digitale Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Gruppengespräche, insbesondere im geschäftlichen Kontext, sind jedoch nach wie vor eine große Herausforderung, da stark auf nonverbale Kommunikation, einschließlich deiktischer Gesten, in Kombination mit visuellen Artefakten wie Whiteboards und Präsentationen über Projektoren zurückgegriffen wird. Da sich die nonverbale Kommunikation stark auf den visuellen Sinn stützt, der im Vergleich zum menschlichen Hör- oder Tastsinn über eine sehr große Informations-Bandbreite verfügt, ist ein anpassungsfähiger und adaptiver Ansatz, der der blinden oder sehbehinderten Benutzer:in nur die gewünschten und notwendigen Informationen liefert, von größter Bedeutung. Das MAPVI-Projekt hat sich diesem Problem angenommen, indem es eine barrierefreie Lösung für Brainstorming-Sitzungen entwickelt hat, die Gestenerkennung und neuartige haptische und räumliche Benutzerschnittstellen mit einer zugänglichen Software-Suite kombiniert.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Linz - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Andreas Kunz, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte - Deutschland
  • Max Mühlhauser, Technische Universität Darmstadt - Deutschland

Research Output

  • 9 Zitationen
  • 6 Publikationen
Publikationen
  • 2019
    Titel MAPVI
    DOI 10.1145/3316782.3322747
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Gunther S
    Seiten 343-352
  • 2020
    Titel Accessible Multimodal Tool Support for Brainstorming Meetings
    DOI 10.1007/978-3-030-58805-2_2
    Typ Book Chapter
    Autor Koutny R
    Verlag Springer Nature
    Seiten 11-20
  • 2020
    Titel Pointing Gesture Based User Interaction of Tool Supported Brainstorming Meetings
    DOI 10.1007/978-3-030-58805-2_3
    Typ Book Chapter
    Autor Dhingra N
    Verlag Springer Nature
    Seiten 21-29
  • 2021
    Titel An Accessible User Interface Concept for Non-Verbal and Spatial Aspects of Business Meetings for Blind and Visually Impaired People
    DOI 10.1145/3473856.3474020
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Koutny R
    Seiten 125-130
    Link Publikation
  • 2022
    Titel Accessibility of Co-Located Meetings
    DOI 10.1007/978-3-031-08648-9_33
    Typ Book Chapter
    Autor Kunz A
    Verlag Springer Nature
    Seiten 289-294
  • 2022
    Titel Accessible User Interface Concept for Business Meeting Tool Support Including Spatial and Non-verbal Information for Blind and Visually Impaired People
    DOI 10.1007/978-3-031-08648-9_37
    Typ Book Chapter
    Autor Koutny R
    Verlag Springer Nature
    Seiten 321-328

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