Einfluss von Maultieren auf die Equine Population in Öst-Deu
Mules contribution to Equine Population in Austria & Germany
DACH: Österreich - Deutschland - Schweiz
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (50%); Geschichte, Archäologie (50%)
Keywords
-
Ancient Dna,
Mule,
Equine,
Paleogenomics,
Geometric Morphometrics,
Hybrid
International Austrian (FWF) - German Research Foundation (DFG) Joint Research Project Elmira Mohandesan, University of Vienna, Austria & Joris Peters, LMU Munich, Munich, Germany Obschon die Interaktionen von Mensch und Tier in antiken Kulturen vielfältig waren, ist ihr Nachweis schwierig, da er lediglich an archäologischem Fund, also Knochenfunden, erfolgen kann. Bislang wurdendie Skelettreste vorrangig mit den klassischen Methoden erforscht, deren Aussagemöglichkeiten nun mit innovativen Analysemethoden bedeutend erweitert werden können. In unserem Forschungsprojekt stellen wir ein schwer zu fassendes Tier in den Mittelpunkt, das Maultier. Als Nachkomme eines Eselhengstes und einer Pferdestute zeichnet sich dieser Hybride im Vergleich zu seinen Elterntieren aus durch größere körperliche Stärke, Ausdauer, Trittsicherheit im Gebirge, ausgeglichenes Temperament und Genügsamkeit bei der Futterversorgung. Wegen dieser Eigenschaften werden Maultiere auch heute noch als exzellente Arbeitstiere eingesetzt, die besonders geeignet sind für Transporte von Menschen und Gütern über weite Distanzen. Da das Maultier im Mittelmeerraum in der Antike sowohl beim Militär als auch im zivilen Bereich hoch geschätzt war, steht in unserer Studie die Frage im Zentrum, in welchem Maße Maultiere auch in den Gebieten nördlich der Alpen/des Alpenhauptkammes nach deren römischen Eroberung zu einem wichtigen/bedeutenden Teil des Tierbestandes wurden. Frühere Forschungsarbeiten kamen bereits zu dem Schluss, dass Maultiere durch die Römer in die Provinzen Rätien, Noricum und Oberpannonien eingeführt wurden. Unbeantwortet blieben dabei allerdings Fragen nach dem Ausmaß dieser Maßnahme, also der Häufigkeit der Maultiere, als auch danach, ob Maultiere in diesen Provinzen auch selbst gezüchtet wurden. Indem wir das traditionelle Methodenspektrum erstmals um Geometric Morphometrics erweitern und die so gewonnen Ergebnisse mit altDNA-Signaturen von vorrömischen und römischen Equidenpopulationen abgleichen werden, beabsichtigen wir die Bedeutung des im archäologischen Fundgut bislang nur schwer fassbaren Maultiers für das Militär und in der Wirtschaft sowie seine Zuchtgeschichte in römischer Zeit für die genannten Gebiete näher zu beleuchten und zu klären.
Obschon die Interaktionen von Mensch und Tier in antiken Kulturen vielfältig waren, ist ihr Nachweis schwierig, da er lediglich an archäologischem Fund, also Knochenfunden, erfolgen kann. Bislang wurden die Skelettreste vorrangig mit den klassischen Methoden erforscht, deren Aussagemöglichkeiten nun mit innovativen Analysemethoden bedeutend erweitert werden können. In unserem Forschungsprojekt stellen wir ein schwer zu fassendes Tier in den Mittelpunkt, das Maultier. Als Nachkomme eines Eselhengstes und einer Pferdestute zeichnet sich dieser Hybride im Vergleich zu seinen Elterntieren aus durch größere körperliche Stärke, Ausdauer, Trittsicherheit im Gebirge, ausgeglichenes Temperament und Genügsamkeit bei der Futterversorgung. Wegen dieser Eigenschaften werden Maultiere auch heute noch als exzellente Arbeitstiere eingesetzt, die besonders geeignet sind für Transporte von Menschen und Gütern über weite Distanzen. Da das Maultier im Mittelmeerraum in der Antike sowohl beim Militär als auch im zivilen Bereich hoch geschätzt war, steht in unserer Studie die Frage im Zentrum, in welchem Maße Maultiere auch in den Gebieten nördlich der Alpen/des Alpenhauptkammes nach deren römischen Eroberung zu einem wichtigen/bedeutenden Teil des Tierbestandes wurden. Frühere Forschungsarbeiten kamen bereits zu dem Schluss, dass Maultiere durch die Römer in die Provinzen Rätien, Noricum und Oberpannonien eingeführt wurden. Unbeantwortet blieben dabei allerdings Fragen nach dem Ausmaß dieser Maßnahme, also der Häufigkeit der Maultiere, als auch danach, ob Maultiere in diesen Provinzen auch selbst gezüchtet wurden. Indem wir das traditionelle Methodenspektrum erstmals um Geometric Morphometrics erweitern und die so gewonnen Ergebnisse mit altDNA-Signaturen von vorrömischen und römischen Equidenpopulationen abgleichen werden, beabsichtigen wir die Bedeutung des im archäologischen Fundgut bislang nur schwer fassbaren Maultiers für das Militär und in der Wirtschaft sowie seine Zuchtgeschichte in römischer Zeit für die genannten Gebiete näher zu beleuchten und zu klären.
- Universität Wien - 100%
- Joris Peters, Freie Universität Berlin - Deutschland
- Simon Trixl, Ludwig Maximilians-Universität München - Deutschland
- Orlando Ludovic, University of Copenhagen - Dänemark
- Azadeh Mohased, Muséum National d´Histoire Naturelle - Frankreich
- Marjan Mashkour, Muséum National d´Histoire Naturelle - Frankreich
- Thomas Cucchi, Muséum National d´Histoire Naturelle - Frankreich
Research Output
- 9 Zitationen
- 4 Publikationen
- 1 Datasets & Models
- 5 Wissenschaftliche Auszeichnungen
-
2025
Titel Late Iron Age and Roman equine breeding north of the Alps: Genetic insights and cultural implications. DOI 10.1016/j.isci.2025.113224 Typ Journal Article Autor Mohaseb Af Journal iScience Seiten 113224 -
2023
Titel Predictive use of modern reference osteological collections for disentangling the shape of Eurasian equid cheek teeth and metapodials in archaeological material DOI 10.1002/oa.3255 Typ Journal Article Autor Cornette R Journal International Journal of Osteoarchaeology -
2022
Titel Reconstruction of the Major Maternal and Paternal Lineages in the Feral New Zealand Kaimanawa Horses DOI 10.3390/ani12243508 Typ Journal Article Autor Sharif M Journal Animals Seiten 3508 Link Publikation -
2022
Titel Ancient DNA refines taxonomic classification of Roman equids north of the Alps, elaborated with osteomorphology and geometric morphometrics DOI 10.1016/j.jas.2022.105624 Typ Journal Article Autor Sharif M Journal Journal of Archaeological Science Seiten 105624 Link Publikation
-
2023
Titel Special Issue Editor of the Journal Animals Typ Appointed as the editor/advisor to a journal or book series Bekanntheitsgrad Continental/International -
2022
Titel Life Science Photo Contest 2022 Typ Poster/abstract prize Bekanntheitsgrad National (any country) -
2021
Titel VDSEE completion grant Typ Awarded honorary membership, or a fellowship, of a learned society Bekanntheitsgrad National (any country) -
2021
Titel Short-term grants abroad (KWA) Typ Awarded honorary membership, or a fellowship, of a learned society Bekanntheitsgrad Continental/International -
2021
Titel Special Issue Editor of Journal of Diversity Typ Appointed as the editor/advisor to a journal or book series Bekanntheitsgrad Continental/International