Grundlagen einer mikrofundierten Theorie der Geldpolitik
Towards a Micro-Founded Theory of Monetary Policy
DACH: Österreich - Deutschland - Schweiz
Wissenschaftsdisziplinen
Wirtschaftswissenschaften (100%)
Keywords
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Monetary Transmission Mechanism,
Sticky Prices,
Lumpy Investment
Das Projekt handelt von den grundlegenden Mechanismen, die die Wirkung der Geldpolik bestimmen, insbesondere ihre Wirkung auf das Investitionsverhalten der Unternehmen. Empirisch scheinen die Investitionen viel weniger auf Zinsänderungen zu reagieren, als man das theoretisch erwarten würde. Wir untersuchen einige Erklärungsansätze, die die Theorie mit der Empirie in Einklang bringen könnten, insbesondere Friktionen auf dem Arbeitsmarkt und Friktionen auf den Finanzmärkten.
Das Projekt befasst sich mit Fragen der Geldpolitik. Warum ist die Politik der Zentralbank, die durch Zinssenkungen Nachfrage stimulieren, oder durch Zinserhöhungen Nachfrage drossen will, nicht so effektiv wie man das von klassischen ökonomischen Modellen erwarten würde? Warum reagieren spezielle die Anlageinvestionen bei weitem nicht sehr sensitiv auf Zinserhöhungen? Was muss man an den ökonomischen Modellen ändern, um ihre Voraussagen mehr in Einklang mit den beobachteten Wirkungsmechanismen der Geldpolitik zu bringen? Das Projekt gibt zwei partielle Antworten: zum einen reagieren Unternehmen mehr auf ihre individuellen Schocks, so dass die Geldpolitik im Vergleich dazu in den Hintergrund tritt. Zum anderen behindern finanzielle Beschränkungen im Investititionsgütersektor die schnelle Reaktion der Investitionen auf Zinsveränderungen. Eine zweite Frage betrifft die optimale Bankenregulierung, wenn das Bankensystem durch die Vergabe langfristiger Kredite an Unternehmen eine große Menge von Risiko auf sich nehmen. Wieviel Eigenkapital muss der Bankensektor haben, um das Risiko finanzieller Krisen klein zu halten? Hat ein höheres Eigenkapitalerfordernis auch negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Verschärfung der Bankenregulierung im Basel III Abkommen eine wesentliche Verbesserung gegenüber den Basel-II Regulierungen darstellt, und eine nahezu optimale Politik zu sein scheint.
- Lutz Weinke, Humboldt-Universität zu Berlin - Deutschland
Research Output
- 2 Zitationen
- 1 Publikationen
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2018
Titel Agency costs and the monetary transmission mechanism DOI 10.1515/bejm-2018-0010 Typ Journal Article Autor Reiter M Journal The B.E. Journal of Macroeconomics Seiten 20180010 Link Publikation