Religion, Wirtschaft und Geschlecht in der Oberen Mekong
Religion, Economy and Gender in the Upper Mekong Region
Bilaterale Ausschreibung: Japan
Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (15%); Soziologie (60%); Wirtschaftswissenschaften (25%)
Keywords
-
Cross-Border,
Religion,
Ethnic Minorities,
Upper Mekong region,
Gender,
Economy
Ziel dieses fächerübergreifenden Projektes ist es die ethnographische und historische Expertise europäischer und asiatischer Spezialisten in Bezug auf die ökonomischen und genderspezifischen Diskurse und Praktiken der Minderheiten in den Regionen des Oberen Mekong zu bündeln. Getrieben von umfangreichen Investitionen der chinesischen Regierung in die Infrastruktur erleben die Bewohner dieser Grenzgebiete derzeit einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Forschungsprojekt versucht zu verstehen wie diese Entwicklung das soziale Gefüge ethnischer Minderheiten, insbesondere die lokalen Geschlechterverhältnisse sowie die Stellung der Frau, beeinflusst und wir daher die alltäglichen Formen der Auseinandersetzung der lokalen Minderheitsbevölkerung mit den durch den Modernisierungsschub einhergehenden Veränderungen analysieren. Um zu verstehen, wie sich lokale und geschlechtsspezifische Wirtschaftsbeziehungen inmitten grundlegender, schneller wirtschaftlicher und politischer Veränderungen entwickeln, schlägt das Projekt eine innovative Kombination von historischen und anthropologischen Methoden vor. Die anthropologische Forschung wird auf einer umfassenden Teilnehmerbeobachtung mit Zielgruppen wie Bauern, Mönchen und Unternehmerinnen in ländlichen und städtischen Gebieten der Region des Oberen Mekong basieren. Zusätzlich zur Erforschung der gegenwärtigen Situation wird das Projekt lokale historische Quellen heranziehen um die Transformation von Institutionen und kulturellen Praktiken seit den 1950ern nachzuzeichnen und so den notwendigen geschichtlichen Kontext der politischen und ökonomischen Veränderung denen sich die marginalisierten ethnischen Gruppen der Region ausgesetzt waren darzulegen und die Entwicklung weg von einer von einem Einparteienstaat gelenkten Wirtschaft hin zu einer den Regeln der freien Marktwirtschaft folgenden lokalen Ökonomie zu beschreiben. Darüber hinaus wird das Projekt versuchen allgemeine Trends und Divergenzen zu identifizieren um Muster für den Vergleich mit ethnischen Gruppen anderer dynamischer multiethnischer Regionen zu erarbeiten Indem die engen Verbindungen zwischen verschiedenen Sphären der sozialen Praxis die normalerweise als getrennt betrachtet werden ans Licht gebracht werden, bietet dieses Projekt grundlegende Einsichten zu Themen und Bereichen die tiefgreifenden Veränderungen unterliegen wie beispielsweise der Transformation von Agrarökonomien, veränderten Vorstellungen und Praktiken von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie geschlechtsspezifischen Mobilitätsmustern. Die innovative und multidisziplinäre Forschung zielt darauf ab, die Lücken anderer, primär von politischen, wirtschaftlichen und strategischen Interessen bestimmten, Studien durch fundierte, von textbasierter und ethnographischer Forschung getragene, Erkenntnisse zu füllen und so die Kontinuitäten und Transformationen in lokalen Wirtschafts- und Gender-Regimes der Region des Oberen Mekongs zu analysieren.
- Privat - 80%
- Österreichische Akademie der Wissenschaften - 20%
- Martin Slama, Österreichische Akademie der Wissenschaften , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Kumiko Kato, University Nagoya - Japan
Research Output
- 3 Zitationen
- 2 Publikationen
-
2020
Titel Monastic Intimacies: An Anthropology of Good and Bad Buddhism among the Tai Lue of Sipsong Panna (P.R. China) Typ Journal Article Autor Casas R Journal Journal of Global Buddhism Seiten 153-69 Link Publikation -
2022
Titel From Sipsongpanna to Chiang Kham: The Reconstruction of Lue Identity in Contemporary Thailand DOI 10.12982/cmujasr.2021.005 Typ Journal Article Autor Yu W Journal ASR: Chiang Mai University Journal of Social Sciences and Humanities Link Publikation