Nächtliche periodische Atmung in der Höhe: die Konsequenzen
Nocturnal periodic breathing at altitude: the consequences
Bilaterale Ausschreibung: Italien, Südtirol
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (60%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)
Keywords
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Nocturnal Periodic Breathing,
High Altitude,
Sympathetic Nervous System,
Acute Mountain Sickness,
Sleep Quality,
High Altitude Acclimatization
Menschen, die in der Höhe übernachten, erleben häufig eine sogenannte periodische Atmung. Dabei wechseln sich vorübergehende, vollständige Atemstillstände mit Perioden extrem verstärkter Atmung ab. Während solch eine periodische Atmung auf Meereshöhe diverse negative Gesundheitseffekte hat, sind ihre Konsequenzen während Höhenexposition kaum bekannt. Mit unserer Studie wollen wir untersuchen, ob die periodische Atmung für verschiedene körperliche Phänomene verantwortlich ist, welche in der Höhe beobachtet werden. Diese sind: 1. Eine Aktivierung des Teils unseres Nervensystems, der Stressreaktionen auslöst 2. Akute Bergkrankheit, die sich durch Kopfschmerzen und Übelkeit bemerkbar macht 3. Eine Verschlechterung der Schlafqualität 4. Eine erhöhte Atmung im Wachzustand Um dies zu untersuchen, werden wir 16 freiwillige Versuchspersonen zwei dreitägige Aufenthalte (inkl. Übernachtungen) im terraXcube, der Klimakammer der EURAC Research in Bozen (https:/erraxcube.eurac.edu), verbringen lassen. Im terraXcube wird eine Höhe von 4000 m.ü.M. simuliert indem der Luftdruck und somit der Sauerstoffgehalt reduziert wird. Während eines Aufenthaltes werden wir während der Nacht eine kleine Menge Kohlendioxid in die eingeatmete Luft der Versuchspersonen mischen. Dies wird ihre Atmung stimulieren und verhindern, dass es zum Stillstand und somit der periodischen Atmung kommt. Während des anderen Aufenthaltes werden wir die Atmung der Versuchspersonen nicht manipulieren und somit die periodische Atmung zulassen. Die Versuchspersonen werden dabei nicht wissen, bei welchem Aufenthalt die Beifügung des Kohlendioxids stattfindet. Am Ende der beiden Aufenthalte werden wir die Aktivierung des besagten Teils des Nervensystems untersuchen, indem wir eine hauchdünne Nadel in einen Nerv einführen, und die elektrischen Impulse zählen. Während der Aufenthalte werden wir zudem regelmässig erheben, wie stark die Versuchspersonen Symptome der akuten Bergkrankheit verspüren und wie stark ihre Atmung erhöht ist. Weiter wird die Schlafqualität mittels Messung der nächtlichen Muskel- und Hirnaktivität untersucht. Falls die periodische Atmung in der Höhe tatsächlich zu den oben beschriebenen Phänomenen beiträgt, erwarten wir, dass diese während des Kammeraufenthalts, in dem die Atmung stimuliert wird, weniger stark ausgeprägt sein werden als während des Aufenthalts, bei dem die Atmung nicht manipuliert wird.
- Christoph Siebenmann, Academia Europea Bozen - Italien
- Simona Mrakic-Sposta, Italian National Research Council - Italien
Research Output
- 8 Zitationen
- 2 Publikationen
- 1 Methoden & Materialien
- 2 Wissenschaftliche Auszeichnungen
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2023
Titel Is REM Sleep Behavior Disorder Changing? Secular Changes Versus Referral Patterns DOI 10.1002/mdc3.13842 Typ Journal Article Autor Joza S Journal Movement Disorders Clinical Practice Seiten 1519-1524 Link Publikation -
2024
Titel Effects of periodic breathing on sleep at high altitude: a randomized, placebo-controlled, crossover study using inspiratory CO2 DOI 10.1113/jp285397 Typ Journal Article Autor Ibrahim A Journal The Journal of Physiology Seiten 5549-5568 Link Publikation
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2024
Titel Novel method to prevent periodic nocturnal breathing Typ Physiological assessment or outcome measure Öffentlich zugänglich
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2023
Titel New Investigator Award at World Sleep 2023 Typ Poster/abstract prize Bekanntheitsgrad Continental/International -
2023
Titel Christian Guilleminault Young Investigator Award at World Sleep 2023 Typ Poster/abstract prize Bekanntheitsgrad Continental/International