Hochmoorrevitalisierung in Mitteleuropa (ReVersal)
Restoring peat bogs in Central Europe (ReVersal)
ERA-Net: Biodiversa
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (20%); Geowissenschaften (50%); Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (30%)
Keywords
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Carbon,
Climate Change,
Water,
Peatland,
Bog,
Restoration
Das Projekt ReVersal (Hochmoorrevitalisierung in Mitteleuropa) versucht, Methoden für die Revitalisierung von Hochmooren in Mitteleuropa unter Klimawandelbedingungen zu entwickeln. Gegenwärtig werden zu revitalisierende Hochmoore oft der natürlichen Sukzession überlassen, obwohl dies starke Methanfreisetzungen zur Folge haben kann und keine mittelfristigen Perspektive für die Entwicklung eines hochmoortypischen Wasserhaushalts bietet. Dies ist die Konsequenz der ungenügenden Kenntnis der physikochemischen und biologischen Prozesse, die die Entwicklung und die Revitalisierung von Hochmooren steuern und des Mangels an Daten wie der raum-zeitlichen Dynamik von Gasflüssen, der Biodiversität oder der Hydrologie. Die Degradation von Torf verändert das Wasserhaltevermögen und reduziert das Potential, Veränderungen der Wasserverfügbarkeit abzupuffern. Dies begrenzt die Fähigkeit zur Wiedervernässung und Wiederherstellung der Ökosystemfunktionen. Daher sind interdisziplinäre Ansätze zur Revitalisierung und langfristigen Erhaltung degradierter Hochmoore und derer Vegetation nötig, um Torfbildung zu fördern und hohe Methanfeisetzung nach der Wiedervernässung zu vermeiden. Das ReVersal Projekt strebt die Entwicklung eines raum-zeitlich expliziten Indikatorensystems für den Erfolg der Revitalisierung von entwässerten oder abgetorften Hochmooren an. Dies wird durch die Berücksichtigung der biologischen und biogeochemischen Bedingungen, der Treibhausgasflüsse und der Biodiversität unter unterschiedlichen Degradations- und Revitalisierungspfaden unter vergangenen, aktuellen und zukünftigen sozioökonomischen Bedingungen erreicht. Fußend auf diesen Pfaden, werden Unsicherheiten bei den Naturschutz- und Revitalisierungsvorhaben evaluiert und adaptive Managementstrategien entwickelt, die Konflikte zwischen den Revitalisierungszielen berücksichtigen. Diese Strategien können mit Hilfe von Fernerkundungsbasierten Modellen in den verschiedensten Landschaften angewandt werden. Diese Fragen werden in einem Konsortium von Forscher*innen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Polen untersucht. Das österreichische Teilprojekt konzentriert sich auf die Bestimmung von Lipidbiomarkern aus Torfen an allen Projektstandorten sowie auf die Entwicklung der adaptiven Managementstrategien für das gesamte Projekt durch die Einrichtung eines Decision Support Systems, das lokal kalibriert werden kann.
- Universität Wien - 100%