Beweisanalyse und autom. Deduktion für rekursive Strukturen
Proof analysis and autom. deduction for recursive structures
Weave: Österreich - Belgien - Deutschland - Luxemburg - Polen - Schweiz - Slowenien - Tschechien
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (60%); Mathematik (40%)
Keywords
-
Automated Deduction,
Proof Analysis,
Resolution,
Induction,
Primitive Recursion,
Proof Theory
In der Beweistheorie betrachtet man Beweise als Objekte. Die formale Beweisanalyse befasst sich mit rechnerischen Transformationen dieser Objekte, um die Beweise zu untersuchen. Beispielsweise könnte man an der Essenz eines Beweises interessiert sein, welche sich durch die Extraktion von Information aus dem Beweis gewinnen lässt. Diese Art von Informationsgewinnung aus einem formalen Beweis basiert auf dem sogenannten Satz von Herbrand. Durch die Gewinnung dieser Art von Information aus einem Beweis eines Satzes erhalten wir aussagekräftige Informationen über die in dem Satz vorkommenden Variablen oder deren oberen und unteren Schranken. Mathematische Induktion ist eines der wesentlichen Konzepte im Werkzeugkasten des Mathematikers, jedoch erschwert seine Verwendung die formale Beweisanalyse. Im Wesentlichen komprimiert die Induktion ein unendliches Argument zu einer endlichen Aussage. Dieser Prozess verschleiert aber Information, die für die rechnerische Beweistransformation und das automatisierte Schließen unerlässlich ist. Der Satz von Herbrand deckt die klassische Prädikatenlogik ab. Während es Interpretationen des Satzes von Herbrand gibt, die seinen Geltungsbereich auf Induktion ausdehnen, so gehen diese Ergebnisse auf Kosten der Analytik, die aber die wünschenswertesten Eigenschaft des Satzes von Herbrand ist, da sie für die Informationsgewinnung aus Beweisen verwendet wird. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der formalen Mathematik und des induktiven Beweisens für viele Bereiche der Informatik ist die Entwicklung unseres Verständnisses der Analytizitätsgrenze von entscheidender Bedeutung. In diesem Projekt gehen wir diese Probleme an, indem wir eine relativ neue Formulierung der Induktion als Folge von Beweisen verwenden, die als Beweisschemata bezeichnet werden. Diese Art der zyklischen Darstellung hat in den letzten Jahren an Zugkraft gewonnen und wird aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Jahren eine wesentliche Rolle im automatisierten Beweisen und in der Beweistheorie spielen. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen der zyklischen Beweistheorie konzentrieren wir uns jedoch auf die Extraktion einer endlichen Darstellung der in formalen Beweisen enthaltenen Information. Unser Hauptziel ist die Entwicklung einer rechnergestützten beweistheoretischen Methode zur Extraktion dieser Information für aussagekräftige induktive Theorien.
In der Beweistheorie betrachtet man Beweise als Objekte. Die formale Beweisanalyse befasst sich mit rechnerischen Transformationen dieser Objekte, um die Beweise zu untersuchen. Beispielsweise könnte man an der Essenz eines Beweises interessiert sein, welche sich durch die Extraktion von Information aus dem Beweis gewinnen lässt. Diese Art von Informationsgewinnung aus einem formalen Beweis basiert auf dem sogenannten Satz von Herbrand. Durch die Gewinnung dieser Art von Information aus einem Beweis eines Satzes erhalten wir aussagekräftige Informationen über die in dem Satz vorkommenden Variablen oder deren oberen und unteren Schranken. Mathematische Induktion ist eines der wesentlichen Konzepte im Werkzeugkasten des Mathematikers, jedoch erschwert seine Verwendung die formale Beweisanalyse. Im Wesentlichen komprimiert die Induktion ein unendliches Argument zu einer endlichen Aussage. Dieser Prozess verschleiert aber Information, die für die rechnerische Beweistransformation und das automatisierte Schließen unerlässlich ist. Der Satz von Herbrand deckt die klassische Prädikatenlogik ab. Während es Interpretationen des Satzes von Herbrand gibt, die seinen Geltungsbereich auf Induktion ausdehnen, so gehen diese Ergebnisse auf Kosten der Analytik, die aber die wünschenswertesten Eigenschaft des Satzes von Herbrand ist, da sie für die Informationsgewinnung aus Beweisen verwendet wird. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der formalen Mathematik und des induktiven Beweisens für viele Bereiche der Informatik ist die Entwicklung unseres Verständnisses der Analytizitätsgrenze von entscheidender Bedeutung. In diesem Projekt gehen wir diese Probleme an, indem wir eine relativ neue Formulierung der Induktion als Folge von Beweisen verwenden, die als Beweisschemata bezeichnet werden. Diese Art der zyklischen Darstellung hat in den letzten Jahren an Zugkraft gewonnen und wird aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Jahren eine wesentliche Rolle im automatisierten Beweisen und in der Beweistheorie spielen. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen der zyklischen Beweistheorie konzentrieren wir uns jedoch auf die Extraktion einer endlichen Darstellung der in formalen Beweisen enthaltenen Information. Unser Hauptziel ist die Entwicklung einer rechnergestützten beweistheoretischen Methode zur Extraktion dieser Information für aussagekräftige induktive Theorien.
- Kurt-Gödel-Gesellschaft - 45%
- Technische Universität Wien - 55%
- Anela Lolic, ehemalige:r Projektleiter:in
- Alexander Leitsch, Technische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Daniele Nantes Sobrinho, Universidade de Brasilia - Brasilien
- Nicolas Peltier, CNRS Grenoble - Frankreich
- David M. Cerna, Technische Universität Wien - Tschechien
- Reuben Rowe, University of Kent at Canterbury - Vereinigtes Königreich
Research Output
- 11 Publikationen
- 1 Disseminationen
-
2024
Titel Sequent Calculi for Choice Logics DOI 10.1007/s10817-024-09695-5 Typ Journal Article Autor Bernreiter M Journal Journal of Automated Reasoning -
2023
Titel Effective Skolemization; In: Logic, Language, Information, and Computation - 29th International Workshop, WoLLIC 2023, Halifax, NS, Canada, July 11-14, 2023, Proceedings DOI 10.1007/978-3-031-39784-4_5 Typ Book Chapter Verlag Springer Nature Switzerland -
2025
Titel Towards an Analysis of Proofs in Arithmetic DOI 10.4204/eptcs.421.6 Typ Journal Article Autor Leitsch A Journal Electronic Proceedings in Theoretical Computer Science -
2026
Titel An Analytic Representation oftheSemantics ofFirst-Order S5; In: Frontiers of Combining Systems - 15th International Symposium, FroCoS 2025, Reykjavik, Iceland, September 29 - October 1, 2025, Proceedings DOI 10.1007/978-3-032-04167-8_4 Typ Book Chapter Verlag Springer Nature Switzerland -
2026
Titel First-Order Schemata and Inductive Proof Analysis DOI 10.1007/978-3-032-05741-9 Typ Book Autor Cerna D Verlag Springer Nature Switzerland -
2026
Titel Efficient Interpolation Beyond Cut-Free Proofs: Admissible Cuts andOptimized Extraction; In: Theoretical Aspects of Computing - ICTAC 2025 - 22nd International Colloquium, Marrakech, Morocco, November 24-28, 2025, Proceedings DOI 10.1007/978-3-032-11176-0_12 Typ Book Chapter Verlag Springer Nature Switzerland -
2025
Titel Epsilon Calculus Provides Shorter Cut-Free Proofs; In: Model Theory, Computer Science, and Graph Polynomials - Festschrift in Honor of Johann A. Makowsky DOI 10.1007/978-3-031-86319-6_7 Typ Book Chapter Verlag Springer Nature Switzerland -
2025
Titel Extracting Herbrand systems from refutation schemata DOI 10.1093/logcom/exaf010 Typ Journal Article Autor Leitsch A Journal Journal of Logic and Computation -
0
Titel On Proof Schemata and Primitive Recursive Arithmetic DOI 10.29007/4g2q Typ Conference Proceeding Abstract Autor Leitsch A Seiten 117-102 -
0
Titel On Translations of Epsilon Proofs to LK DOI 10.29007/9pts Typ Conference Proceeding Abstract Autor Baaz M Seiten 232-217 -
0
Titel Herbrand's Theorem in Inductive Proofs DOI 10.29007/dwdf Typ Conference Proceeding Abstract Autor Leitsch A Seiten 295-278