Early Manila Hokkien (EMHo)
Early Manila Hokkien (EMHo)
Weave: Österreich - Belgien - Deutschland - Luxemburg - Polen - Schweiz - Slowenien - Tschechien
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (30%); Philosophie, Ethik, Religion (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)
Keywords
-
Chinesisch (Hokkien),
Digital Humanities,
Auslandschinesisch,
Philippinen,
Missionarslinguistik,
Migration
Das EMHo-Projekt widmet sich der Digitalisierung und Analyse eines chinesisch-spanischen Wörterbuchs aus dem 17. Jahrhundert, "Bocabulario de lengua sangleya por las letraz de el A.B.C.". Dieses Manuskript wurde von einem anonymen spanischen Missionar verfasst und bietet einen Einblick in die südliche Min-Sprache, auch bekannt als Hokkien, wie sie von chinesischen Einwanderinnen und Einwanderern im frühen Manila verwendet wurde. Unser Ziel ist es, dieses historische Dokument als digitale Edition öffentlich zugänglich zu machen. Dazu gehören digitale Faksimiles, eine diplomatische sowie kritische Transkription und eine englische Übersetzung, die mit linguistischen Annotationen wie tonalen Merkmalen und chinesischen Schriftzeichen ergänzt werden. Diese Anreicherungen sollen das Werk für ein breiteres linguistisches Fachpublikum nutzbar machen. Das Manuskript wird dabei aus drei Blickwinkeln untersucht: Sprachgeschichte, Missionarslinguistik und historische Soziolinguistik. Wir versuchen damit, den Status des frühen Manila-Hokkien, die linguistischen Methoden der Missionare und den sozio- historischen Kontext der frühen chinesischen Migration und des spanischen Kolonialismus in Manila zu begreifen. Das Projekt nutzt den Standard der Text Encoding Initiative und legt den Schwerpunkt auf eine sorgfältige Transkription und Kommentierung, insbesondere von sprachlichen und tonalen Merkmalen. Der Ansatz kombiniert die Transkription und Aufarbeitung der Quelle mit historischen soziolinguistischen Methoden sowie dem Vergleich mit zeitgenössischen Quellen. Mit diesem Projekt wollen wir einen Beitrag zur digitalen Dokumentation und Open-Access- Publikation außereuropäischer Sprachressourcen leisten und neue Einblicke in die chinesisch- spanische Lexikographie und die Geschichte der chinesischen Sprache bieten, mit besonderem Augenmerk auf marginalisierte Gruppen.
- Universität Graz - 100%
- Henning Klöter, Humboldt-Universität zu Berlin - Deutschland