Analytische Durchsatzberechnung von Lagersystemen
Generation of analytic throughput models for storage systems
Weave: Österreich - Belgien - Deutschland - Luxemburg - Polen - Schweiz - Slowenien - Tschechien
Wissenschaftsdisziplinen
Maschinenbau (40%); Mathematik (20%); Wirtschaftswissenschaften (40%)
Keywords
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Storage Systems,
Unit Load,
Generalied Model,
Cycle Time Model,
Travel Time model
Automatisierte Lagersysteme spielen eine bedeutende Rolle in unserem Alltag. Sie sind unter anderem in der Intralogistik von Lebensmittelhändlern und Online-Shops unverzichtbar. Typische Beispiele dafür sind Hochregallager mit Regalbediengerät oder Shuttle-System. Das Ziel dieses Projektes ist es, eine Methode zu entwickeln, mit der verschiedene Arten und Konfigurationen von Lagersystemen beschrieben und deren Leistungsfähigkeit (Durchsatz und Zykluszeiten) automatisch berechnet werden können. Diese neue, innovative Methode wird von den Projektpartnern Projektpartner KIT (Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme) und TU Wien (Forschungsgruppe Konstruktionslehre und Fördertechnik) gemeinsam entwickelt. Im ersten Schritt erfolgt eine umfassende Analyse verschiedener bestehender Lagersysteme hinsichtlich ihrer Bewegungsabläufe. Auf Basis dieser Analyse wird eine Systematik entwickelt, die es ermöglicht, existierenden Lagersysteme in unterschiedlichsten Ausführungen zu beschreiben. Diese soll auch alle relevanten Parameter für die Berechnung des Durchsatzes enthalten. Darüber hinaus soll es möglich sein, mit Hilfe dieser Systematik, neue Lagersystemtypen zu entwickeln. Im zweiten Schritt soll die automatische Berechnung des Durchsatzes für jedes Lagersystem entwickelt werden. Diese Aufgabe ist herausfordernd, da es eine Vielzahl von unterschiedlichen Lagersystemen in verschiedenen Konfigurationen gibt und bisher keine universelle Methode zur analytischen Berechnung des Durchsatzes existiert. Die mit Hilfe der entwickelnden Methodik erstellten analytischen Modelle werden durch den Einsatz von numerischen Simulationsmodellen überprüft. Zukünftig könnte die entwickelte Methodik in einer benutzerfreundlichen Software umgesetzt werden, welche von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Auslegung von Lagersysteme genutzt wird. Dies ermöglicht eine breite Anwendung der Forschungsergebnisse und soll zur weiteren Entwicklung und Verbesserung von automatisierten Lagersystemen beitragen. Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, die Grundlage für zukünftige Innovationen in diesem Bereich zu schaffen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit in der Intralogistik zu leisten.
- Technische Universität Wien - 100%
- Kai Furmas - Deutschland