Das Department of Obstetrics and Gynaecology der St. George`s Hospital Medical School ist in eine internationale
Multicenterstudie involviert, die sich mit der präventiven Wirkung von Tamoxifen für das Mammakarzinom bei
Hochrisikopatientinnen befaßt. Die gravierendsten Nebenwirkungen dieser Therapie sind eine erhöhte Inzidenz von
Endometriumhyperplasien (bzw. Karzinomen) und damit im Zusammenhang eine erhöhte Inzidenz von irregulären
vagninalen Blutungen.
Das geplante Projekt befaßt sich mit der Frage ob und in welcher Form die genannten Tamoxifenwirkungen durch
Wachstumsfaktoren (i.e. Transforming growth factor beta - TGF-Beta, Endothelial growth factors - EGF) vermittelt
werden. die gewonnenen Erkenntnisse sollten von unmittelbarem therapeutischem Nutzen sein.
Die Arbeit beinhaltet zunächst die Gewinnung repräsentativer Gewebeproben mit hysteroskopischen Methoden
nach vorausgegangener Diagnostie mit Vaginosonographie. Nach Lagerung in flüssigem Stickstoff unmittelbar
nach der Entnahme, beinhaltet das Projekt weiterhin die Anwendung von molekularbiologischen Methoden (i.e.
RNA-Extraktion, Reverse Transkription, Polymerase chain reaction - PCR, Radioimmunoassay - RIA) zur
Messung der Konzentrationen dieser Substanzen im Endometrium. Ein weiterer Ansatz wäre die Klärung der Frage
der Aufteilung dieser Wachstumsfaktoren im Gewebe in Zusammenarbeit mit Prof. Bill Collins am Imperial
College, Medical School, London.