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Personal, Organisat., Identitätität: Personalforschung als Kritik

Personal, Organisat., Identitätität: Personalforschung als Kritik

Richard Weiskopf (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J1474
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.1997
  • Projektende 31.08.1998
  • Bewilligungssumme 23.401 €

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (30%); Wirtschaftswissenschaften (70%)

Abstract

Im Vordergrund traditioneller personalwirtschaftlicher Forschung steht die Frage nach der Gestaltung und Nutzung des menschlichen Arbeitsvermögens in Organisationen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Frage nach dem Beitrag den Konzepte. Methoden und Instrumente des Managements zur Zielereichung von Organisationen leisten können Fragen nach dem Einfluß und der Bedeutung organisierter Arbeit und der in diesem Zusammenhang durch Wissenschaft und Praxis entwickelten Verfahren und Techniken auf die Betroffenen bleiben demgegenüber unterbelichtet. In diesen Projekt geht es darum. eine Form von Forschung theoretisch und methodisch zu begründen, die die Formung und Formierung des Personals ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt und die Effekte personalwirtschaftlicher Praktiken als politische verstehbar machen soll. Die Begründung eines solchen Zugangs erfordert theoretische Überlegungen auf drei unterschiedlichen Ebenen. Auf der Ebene der Wissenschaftstheorie wird ein Zugang erforderlich, der die traditionell Unterscheidung zwischen Objekt und Subjekt. zwischen Arbeitskraft und dessen "Träger" überwinden kann und der die Konstruktion des Gegenstands wissenschaftlicher Disziplinen - in diesem Fall Personal und Organisation - selbst als einen sozialen Prozeß verständlich machen kann, der in einen bestimmten Kontext eingebunden ist. Auf der Ebene der Organisation - wird die Erarbeitung theoretischer und methodischer Grundlagen erforderlich, die es erlauben, die Bedeutung von personalwirtschaftlichen Praktiken im Sinne der Herstellung und Beeinflussung von individuellen und organisationalen Identitäten sichtbar zu machen. Dazu bedarf es einer Theorie des organisierten Subjekts, die Herstellung, Veränderung von Subjektivitätsformen sowie deren Zusammenhang mit politischen Prozessen i Organisationen. deutlich machen kann. Auf einer dritten Ebene gilt es theoretische Grundlagen zur Frage dz Transformation und Veränderung von individuellen und kollektiven Identitäten zu erarbeiten. Es soll dadurch die Rolle und Bedeutung, die eine kritische Personalforschung im Rahmen von Innovations- und Veränderungsprozesse haben kann, deutlich werden. Das Projekt versucht also, durch die Erarbeitung alternativer theoretischer Grundlagen de Blick auf die (Aus)wirkungen personalwirtschaftlicher Praktiken auf die Betroffenen zu lenken und damit einerseits einen Beitrag zur Erarbeitung von Grundlagen einer kritischen Personalwissenschaft und zum anderen einen Beitrag zu einem alternativen Verständnis von organisationalen Praktiken der Konstitution und Nutzung des Personals zu leisten.

Forschungsstätte(n)
  • Manchester School of Management - 100%

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