Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (70%); Nanotechnologie (30%)
Keywords
ALPHA-HAEMOLYSIN,
GATED PORES,
STIMULUS-RESPONSIVE POLYMER
Abstract
Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1729Kuenstliche MembranporenStefan HOWORKA06.03.2000
Ziel des Projektes ist die Konstruktion von künstlichen Membranporen, die sich in Antwort auf chemische und
physikafische Reize öffnen und schließen. Für die projektierten Studien wird ein bereits bekanntes
Membranprotein, das a-Hemolysin von humanpathogenen Staphylococcus aureus durch Genetic Engineering und
chemische Modifikation. maßgeschneidert verändert. Die veränderten Membranporen werden sich in Antwort auf
physikatische (Temperatur) und chemische Stimuli (DNA, Metallionen, pH-Wert) öffnen und dadurch den
Transport von wasserlösliche Motelkülen durch die Pore beeinflußen. In. den bisherigen Studien wurden genetische
Varistaten von a-Haemolysin hergestellt und diese mit dem Modollpolymer PEG gezielt, veraendert.
Membranporen, die mit nur einem Polymer veraendert wurden, erlaubten die experimentell schwierig zugaengliche
Dynamik von einzelnen Polymerlemolekuelen besser zu untersuchen. Veraenderte Membranporen sollen auch
helfen die Funktionsweise des Öffnungs- und Schließmechanismus dieser.Membranproteine zu verstehen. Zudem
haben die daraus resultierenden künstlichen Membranporen eine hohe biotechnologische Bedeutung. Als
"molekulare Schalter" eigenen sie sich für die Herstellung. von Biosensoren, die geringste Konzentrationen an
toxischen Substanzen nachweisen können.. Aufgrund der Regulierbarkeit des Öffnens und Schließens, lassen sich
die künstlichen Membranporen auch als Vehikel für den zielgerichteten Transport von Medikamenten bei Mensch
und Tier sowie für die kontrollierte Tötung von kranken menschlichen Zellen einsetzen.