Entwicklung der dominikanischen Ikonographie zur Zeit der Observanzbewegung in den nördlichen Ordensprovinzen Italiens und folgend in der lombardischen Kongregation, ca. 1350-1500)
Entwicklung der dominikanischen Ikonographie zur Zeit der Observanzbewegung in den nördlichen Ordensprovinzen Italiens und folgend in der lombardischen Kongregation, ca. 1350-1500)
Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (100%)
Keywords
-
DOMINIKANER,
IKONOGRAPHIE,
OBSERVANZ,
ITALIEN,
KUNST CA 1350-1500
Inhalt und Ziel des Projekts sind Aufdeckung und Klärung spezifischer ikonographischer Aspekte in der Kunst, deren Entwicklung durch the glaubenspolitische Situation des Domimikanerordens in Italien zur Zeit der Observazbewegung bedingt wurde. Die Reformbewegung im Domimikanerorden vollzog sich als langsamer Prozess einer Rückbesinnung auf die grudlegenden Ordensgelübde und war im wesentlichen durch das Auftreten einzelner Persönlichkeiten des Ordens geprägt. Grundlegend ist die Untersuchung der im Umfeld clieses Reformprozesses entstandenen Kunst in den bestehenden Konventen und vor allem in den neu gegründeten Reformkonventen, wie beispielsweise S. Marco in Florenz. Die Kunstwerke (vor allem Fresken, Altarbilder etc) sollen hinsichtlich ihrer Bildinhalte untersucht werden, um ikonographische Besonderheiten aufzudecken, die durch die Reformbewegung bedingt wurden, bzw. in deren Dienst standen. Es wird auf der Basis des Ordensprogramms nach hagiographischen Schwerpunkten aber auch nach ideologischen Programmen geforscht, in denen die Reformidee zum Ausdruck kommt. Unter den im Auftrag oder im Umfeld der Dominikaner entstandenen Werke werden z.B. die Darstellungen der Ordensheiligen und ihrer Viten (v.a. Katherina von Siena, S. Antonin, Vincent Ferrer u.a. Lokalheilige), programmatische Freskenausstattungen, Altarretabel oder Grabmäler untersucht. Als Beispiel der in diesem historischen Umfeld entstanden Kunst, kann das Oeuvre des Dominikanerbruders Fra Angelico genannt werden, dessen Hauptwerke noch heute in dem bereits genannten Reformkonvent S. Marco in Florenz bewahrt werden. Grundlage der Auswertung bildet die detaillierte Kenntnis der Geschichte des Ordens, der Konvente, der Kunstwerke und des generellen historischen, sozialen und literarischen Umfeldes. Aus diesen Untersuchungen sollen Aussagen über die Position des Ordens in bezug auf die Kunst zur der Zeit der Reformbewegung resultieren, hinterfragend, ob es ein gelenktes Konzept gegeben hat. Hinterfragt werden soll auch die Rolle der Kunst während der Reformbewegung. Inwieweit wurden die Kunstwerke als Propagandamittel, d.h. als Medium zur Durchsetzung und Verbreitung der Reformgedanken eingesetzt oder in welcher Form dienten Kunstwerke der Selbstdarstellung des Ordens oder einzelner Persönlichkeiten?
- Universität Salzburg - 10%
- Max-Planck-Institut - 100%