Contrast-enhanced color pixel density in prostate cancer
Contrast-enhanced color pixel density in prostate cancer
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (100%)
Keywords
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PROSTATIC NEOPLASMS,
DIAGNOSIS,
COMPUTER,
DIAGNOSTIC AID,
ULTRASOUND CONTRAST AGENTS,
PATHOLOGY,
BLOOD SUPPLY,
DOPPLER STUDIES
Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1886Contrast-enhanced color pixel density in prostate cancerFerdinand FRAUSCHER06.03.2000 Das Prostatakarzinom steht an erster Stelle bei der Inzidenz und an zweiter Stelle bei der Mortalität von Krebserkrankungen bei Männern. Für die Diagnostik des Prostatakarzinoms sind die digital-rektale Untersuchung, das prostataspezifische Antigen und die transrektale Sonographie die Verfahren der Wahl. Die Spezifität dieser Verfahren ist jedoch relativ gering, wodurch einerseits häufig unnotwendige Biopsien indiziert werden, andererseits ist ein exaktes Staging mit diesen Verfahren meist nicht möglich. Diese Tatsachen haben dazu geführt, neue Untersuchungsverfahren, wie die farbkodierte Duplexsonographie, für die Diagnostik des Prostatakarzinoms zu evaluieren. In mehreren Studien zeigte die farbkodierte Duplexsonographie jedoch unterschiedliche Ergebnisse. Eine mögliche Ursache liegt in einer zu geringen Sensitivität dieser Methode für die Erkennung kleiner Gefäiße und eines sehr langsamen Blutflusses. Solche Verhältnisse findet man jedoch typischerweise im Rahmen einer Neovaskularisation. Weiters konnte gezeigt werden, daß die exakte Evaluierung der Tumorvaskularisation ein wesentliches Kriterium darstellt, da die pathologisch ermittelte Mikrogefäßdichte einen frühzeitigen und zuverlässigen Parameter für das Vorliegen einer metastatischen Erkrankung darstellt. Eine Steigerung der Sensitivität und Spezifität der transrektalen farbkodierten Duplexsonographie der Prostata ist mittels Ultraschallkontrastmittelapplikation (Levovist(R), Schering, Berlin) möglich. Dieses mikrobläschenhaltige Kontrastmittel führt zu einer signifikanten Steigerung der Blutflußsignalintensitäten. Durch eine computerunterstützte Berechnung der Farbsignaldichte, welche sich für die Differenzierung von benignen und malignen Brusttumoren hilfreich gezeigt hat, ist es möglich, objektiv die Zunahme der Anzahl von Farbdopplersignalen und die Transitzeit für den Kontrastmittelbolus zu bestimmen. In dieser prospektiven Studie wollen wir die kontrastmittelverstärkte Farbsignaldichte mit der Mikrogefäßdichte vergleichen um damit die Wertigkeit dieser Methode in der Differenzierung benigner und maligner Prostataerkrankungen sowie für das Staging des Prostatakarzinoms zu evaluieren.