Habit Formation and the Environment
Habit Formation and the Environment
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (20%); Wirtschaftswissenschaften (80%)
Keywords
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HABIT FORMATION,
OVERLAPPING GENERATIONS MODEL,
GROWTH THEORY,
TAX POLICY,
ENVIRONMENTAL ECONOMICS,
COMPUTATIONAL GENERAL EQUILIBRIUM
Erwin-Stipendium-Stipendium J 1942Habit Formation and the EnvironmentRonald WENDNER26.06.2000 Das Forschungsprojekt widmet sich der Analyse des Einflusses von Gewohnheitsbildungsprozessen und Präferenzänderungen auf Haushalts- und Unternehmensentscheidungen. Den theoretischen Untersuchungen bildet dabei die neoklasische intertemporale Gleichgewichtstheorie sowie in der Folge die neoklassische Umweltökonomik. Während die Wichtigkeit von Gewohnheitsbildung und Präferenzänderungen in der psychologischen und sozialpsychologischen Literatur seit langem betont wird (vgl. Scitovsky 1992) finden diese Phänomene bisher kaum Eingang in die ökonomische Standardanalyse - und das obwohl der Einfluss von Gewohnheitsentscheidungen unbestritten ist. Die Beachtung von Gewohnheitsbildung kann die ökonomische Theorie im allgemeinen und die umweltökonomische Theorie im speziellen in zweierlei Hinsicht erweitern: in ihrem Erklärungsvermögen von ökonomischen Problemen (z.B. Umweltpolitik). So werden Verhaltensweisen der ökonomischen Akteure in einem Modell mit Gewohnheitsbildung nicht nur durch relative Preise erklärt (=ökonomischer Standardansatz) sondern zum Teil eben durch in der Vergangenheit erworbene Gewohnheiten. Die Analyse erfolgt anhand einer Serie von Modellen überlappender Generationen ("overlapping generations model"). Die theoretisch gewonnenen Erkenntnisse werden sodann dazu verwendet, ein "angewandtes Gleichgewichtsmodell" (CGE Modell) zu entwickeln. Dieses ermöglicht die Simulation einer breiten Palette wirtschaftlicher Maßnahmen (etwa umweltpolitischer Maßnahmen) am Computer. Das CGE-Modell stellt numerische Schätzungen der Wirkungen konkreter wirtschaftspolitischer Maßnahmen für Österreich bereit.
- University of Stanford - 100%
- Universität Graz - 10%