Regualtion der Interaktion von CBP/ p300 mit p53
Control of the interaction of the coactivator proteins CBP/ p300 with the tumor suppressor protein p53
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (55%); Chemie (35%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (10%)
Keywords
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CREB BINDING PROTEIN,
TUMOR SUPPRESSOR P53,
ONCOGENE MDM2,
NUCLEAR MAGNETIC RESONANCE,
PROTEIN INTERACTION,
POST-TRANSLATIONAL MODIFICATION
Krebs wird durch Schädigung des Erbgutes und/oder erbliche Gendefekte ausgelöst, wodurch fehlerhafte Eiweiße (Proteine) in der Zelle entstehen. Dabei spielen Defekte an zwei Gruppen von Genen eine Rolle, an Tumorsuppressorgenen und an Onkogenen. Die Proteine, die von ersteren kodiert werden, wirken auf die Zellteilung inhibierend, während die Onkoproteine eine Zellteilung fördern. In einem gesunden Organismus regulieren sich die beiden gegenseitig und eine normale Zellerneuerung findet statt. Fehlerhafte Proteine entziehen sich der wechselseitigen Kontrolle, eine Aktivierung der Onkoproteine oder eine Blockierung der Tumorsuppressorproteine haben eine erhöhte Zellteilung zur Folge. Um therapeutisch gezielt Tumorzellen angreifen zu können, ist es unumgänglich, diese molekularen Mechanismen zu erforschen. Die Kommunikation innerhalb und zwischen Zellen erfolgt durch Bindung von Molekülen an Proteine, die dadurch in ihrer Struktur und Funktion verändert werden und so ein Signal speichern und auch weiterleiten können. Die Untersuchung dieser Signale durch Onkoproteine und Tumorsuppressoren stellt die Grundlage der modernen Krebsforschung dar. Im Rahmen dieses Projektes soll die Kontrolle eines Tumorsuppressors (p53) durch "CREB binding Protein" (CBP) und das Onkoprotein "MDM2" untersucht werden. p53 wird in der Zelle durch Phosphor- und/oder Essigsäurereste modifiziert, bindet an CBP und wirkt als Zellteilungsinhibitor. Das Onkoprotein "MDM2", der Gegenspieler, verhindert diese Bindung und fördert eine andere Form der Proteinbindung, die zum Abbau des Tumorsuppressors führt. Ziel des Forschungsprojektes ist es, mit magnetischer Kernresonanzspektroskopie, isothermaler Titrationskalorimetrie und optischer Methoden aufzuklären, wie die Modifikation am p53 die Struktur und die Bindungseigenschaften verändert um zu verstehen, wie die Aktivität und Stabilität dieses Proteins in der Zelle reguliert wird. Daraus können auch Informationen über allgemeine regulatorische Mechanismen der zellulären Kommunikation gewonnen werden, die bei der Behandlung von Tumorerkrankungen die wichtigsten Angriffsziele darstellen.
- Universität Innsbruck - 10%
- The Scripps Research Institute - 100%
Research Output
- 39 Zitationen
- 1 Publikationen
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2004
Titel The CBP/p300 TAZ1 domain in its native state is not a binding partner of MDM2 DOI 10.1042/bj20040564 Typ Journal Article Autor Theresia M Journal Biochemical Journal Seiten 685-691 Link Publikation