Integrine sind Adhäsionsrezeptoren, die sich aus zwei unterschiedlichenUntereinheiten(a und ß) zusammensetzen.
Ihnen kommt eine zentrale Rolle bei Zelladhäsion und Migration zu. Zusammen mit anderen Komponenten der
zellulären Signaltransduktion kontrollieren sie Wachstum, Überleben und Differenzierung von Zellen. Integrine
können als bidirektionale Signalrezeptoren fungieren. Bindung von Liganden führt zu Zelladhäsion sowie zur
Transduktion von Signalen in die Zellen. Andererseits führen intrazelluläre Signale zu Konformationsänderungen
der Integrine wodurch deren Affinität moduliert wird.
Die Kinase ILK und die beiden Adaptorprotein PINCH 1 und PINCH2 sind Proteine, die Integrin ß1 mit der
intrazellulären Signalkaskade verknüpfen. Der Verlust von ILK und PINCH1 zeigt einige, aber nicht alle Aspekte
des Integrin ß1(-/-) Phänotyps. Die Gründe für diesen Unterschied sind nicht bekannt, es könnte aber sein, dass das
neu identifizierte Protein PINCH2 einige der Funktionen von PINCH1 übernehmen kann.
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es gründe für diese Unterschiede zu finden indem die Funktion einzelner
Domänen von ILK, PINCH1 und PINCH2 geklärt wird. Zu diesem Zweck wird eine Kombination von in vivo
(Knock-out- und Knock-in-Mäuse ) und in vitro Strategien (mit Zelllinien von Enzel bzw. Doppel-Knockout-
Mäusen) verwendet.