Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (90%); Medizinische Biotechnologie (10%)
Keywords
Iron,
Alcoholic Lever Disease,
Haemochromatosis,
Knock Out Mouse,
Transferrin receptor 2,
FRET
Abstract
Eine Störung des Eisenstoffwechsels kann zum chronischen Eisentoxitätssyndrom führen, welches als hereditäre
Hämochromatose bekannt ist. Dabei kommt es zur progressiven Eisenablagerung und Organschädigung, primär der
Leber. Darüberhinaus ist eine vermehrte Eisenspeicherung ein prognosebestimmendes Epiphänomen bei der
alkoholoschen Lebererkrankung. Obwohl kürzlich identifiziert genetische Defekte die Diagnostik der
Hämochromatse verbessert haben, ist die Pathogenese der Eisenspeicherkrankheit letzlich ungeklärt. Darüberhinaus
sind chemische Veränderungen des Eisentransportproteins Transferrin durch chronischen Alkoholkonsum ein
senitiver Parameter zur Evaluierung der rezenten Trinkgewohnheiten.
Im eingereichten Projet wollen wir die Hypothese überprüfen, ob die Hämochromatose assoziierten Genmutationen
im HFE und Transferrinreceptor 2 Gen zu einer veränderten Bindung von Transferrin an den Transferrin Receptor 2
führen, was eine vermehrte Expression von Eisentransportern in der Leber und im Darm zur Folge hat, die durch
eine getörte Programmierung von duodenalen enterocyten induziert werden könnte. Weiters wäre geplant anhand
von genetisch modifizierten Tiermodelle den Effekt von chemisch modifizeitem Transferrin
(Asialoglycotransferrin) auf den Eisenstoffwechsel zu prüfen. Die molekularen Interaktionen zwischen Transferrin,
Transferrin Receptor 2 und HFE sollen mittels Fluoreszenz Resonanz Energie Transfer (FRET) Mikroskopie
untersucht werden.
Durch die Identifikation der molekularen Interaktionen zwischen diesen Proteinen könnte die Diagnostik und von
Eisen assoziierten Erkrankungen grundlegend verbessert werden und sich somit neue Therapiemöglichkeiten
eröffnen.