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Typologie und Funktion von Metonymien im Spanischen

Typology and Functions of Metonymies in Spanish

Regina Hänchen (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J2268
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2003
  • Projektende 30.09.2004
  • Bewilligungssumme 25.200 €

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Keywords

    Linguistics, Spanish, Semantics, Metonymy, Lexicology, Lexicography

Abstract

Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die bereits vorhandenen Metonymietypologien und -theorien anhand eines möglichst breit gestreuten spanischen Korpus aus literarischen, journalistischen und gesprochenen Texten zu prüfen und ggf. zu modifizieren. Um die im Spanischen produktiv gebrauchten metonymischen Muster möglichst exakt zu erheben, werden die darin enthaltenen Metonymien gesammelt und in einer relationalen Datenbank systematisch erfasst und beschrieben. Darüber hinaus wird untersucht, ob und inwieweit das Auftreten bestimmter Metonymietypen bei der Behandlung bestimmter Themen und in verschiedenen Textsorten besonders wahrscheinlich ist. Eine derartige Untersuchung ist vor allem deshalb notwendig, weil die bisher vorhandenen Typologien eklektisch und wenig systematisch sind. Für Rhetoriker und Literaturwissenschaftler gehören Metaphern und Metonymien seit jeher zu den wichtigsten Stilfiguren. Seit einiger Zeit nehmen sich aber auch Linguisten dieser Tropen an, weil sie davon ausgehen, dass es sich dabei nicht nur um rhetorische Mittel handelt, sondern um fundamentale kognitive Prozesse, die bei der Sprachproduktion und -rezeption eine wichtige Rolle spielen. Von der Erforschung von Metaphern und Metonymien kann man sich somit tiefere Einsichten in die Denkweise des Menschen und das Verhältnis von Sprache und Denken versprechen. Der Forschungsschwerpunkt liegt aber bisher eher auf der Metapher. Unter den relativ wenigen Arbeiten zur Metonymie befinden sich wiederum nur wenige, die Metonymien anhand eines umfassenden Textkorpus untersuchen. Man bemüht sich zwar intensiv um eine weitgreifende kognitive Metonymietheorie, und es gibt auch zahlreiche Entwürfe für Klassifikationen metonymischer Relationen, jedoch basieren diese in der Regel auf einer relativ begrenzten Anzahl von Beispielen. Darüber hinaus sind Arbeiten über romanische Sprachen in diesem Bereich derzeit eher unterrepräsentiert.

Forschungsstätte(n)
  • University of Barcelona - 100%
  • Wirtschaftsuniversität Wien - 10%

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