Die Identifizierung der stumpf (stp) Mutation in Zebrafisch als Mutation im Gen für die Glucosaminoacetat-
phosphat-transferase (GPT), ermöglicht erstmals den ersten Schritt in der N-Glycosilierung von Proteinen in vivo
zu studieren. Bisher konnten nur invitro Studien an Zellen und Zellextrakten durchgeführt werden.
Proteinglycosilierung wird vor allem von Eukaryoten vielfach genutzt, zum Aufbau von Strukturstabilität, zur
Herstellung von Zellidentität, bei der Neovaskularisierung, als auch zur Faltung und Funktionsfähigkeit von
Proteinen wie dem Rhodopsin eingesetzt. Der Zebrafisch als Modellorganismus eröffnet die Möglichkeit zahlreiche
funktionelle Studien durchzuführen. Das beinhaltet Tests wie die Dotation von Tunicamycin (TU) einem
Antibiotikum. das als spezifischer Inhibitor von GPT fungiert. Dieses Projekt untersucht die Effekte von mutiertem
GPT (und/oder TU Dotation) auf das Knorpelgewebe, das Auge und das Blutgefäßsystem von wildtyp, stp-
heterozygoten und stp-homozygot mutierten Embryonen mittels Elektronenmikroskopie. Durch
lnjektionsexperimente können sowohl die Auswirkungen von Expression des funktionellen GPT Gens in den stp
Embryonen als auch die Überexpression des mutierten GPT Gens in wildtyp Embryonen untersucht werden. Es
wird die Entwicklung des Blutgefäßsystems von Wildtyp und stp Mutant vergleichend beobachtet. Die von diesem
Projekt gewonnen Daten über die Funktion von GPT wären besonders in Hinsicht auf Angiogenese und
Tumorwachstum von allgemeinem Interesse.