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LINKing chrysophyte resting stages to their species by correlating DNA sequences

Christian Kamenik (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J2379
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.04.2005
  • Projektende 31.03.2006
  • Bewilligungssumme 33.500 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (75%); Geowissenschaften (25%)

Keywords

    Chrysophytes/ Chrysomonads, Rdna, Paleo/ autexology, Phylogenetic Analysis, Stomatocyst, Rbcl

Abstract

Chrysophyceen und Synurophyceen (Chrysophyten) bilden silikatische Dauerstadien (Stomatozysten), welche ausgezeichnete Indikatoren für vergangene Umweltbedingungen (z.B. Klima) darstellen. Diese Stomatozysten können zur Zeit nur selten ihrer Art zugeordnet werden, weshalb ihre Taxonomie, basierend auf durchnummerierten Morphotypen, eine künstliche ist. Dies führt zu Unsicherheiten in der Taxonomie und folglich zu Fehlern in den auf den Morphotypen beruhenden Rekonstruktionen. Zudem kann die Autökologie der Arten nicht für paläoökologische Interpretationen herangezogen werden. Dieses Projekt hat die Zuordnung von Stomatozysten zu ihren Arten zum Ziel. Dies erfolgt über einen Vergleich von DNS Sequenzen. DNS von Stomatozysten aus Kulturen und Freilandproben wird mittels der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) amplifiziert, wenn nötig gereinigt und neuerlich amplifiziert, sequenziert, und über phylogenetische Analysen mit bereits existierenden DNS Sequenzen von Chrysophytenarten verglichen. Die verwendeten DNS Sequenzen sind das im Zellkern kodierte Gen für die kleine ribosomale Untereinheit, sowie das im Chloroplast kodierte rbcL Gen. Nach der PCR wird die jeweilige Stomatozyste im Rasterelektronenmikroskop bestimmt. Die Gensequenzen werden in einer Datenbank gespeichert, sodaß Stomatozysten für deren Arten zur Zeit noch keine Gensequenzen vorliegen später ohne weitere Laborarbeit ihrer Art zugeordnet werden können. Dieses Projekt erlaubt es die künstliche Stomatozystentaxonomie zu evaluieren. Es ermöglicht die Ökologie und Paläoökologie der Stomatozysten mit der Autökologie der Arten zu vergleichen, mit dem Ziel die auf den Stomatozysten basierenden paläoökologischen Rekonstruktionen zu verbessern. Zudem wird dieses Projekt eine Methodik bereitstellen, welche es erlaubt auch Dauerstadien anderer Organismengruppen ihren vegetativen Formen zuzuordnen.

Forschungsstätte(n)
  • Bigelow Laboratory for Ocean Sciences - 100%
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 10%

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