Ex-Vivo Diagnostik der coronaren Arthreosklerose
Ex-vivo Characterization of Coronary Atherosclerotic Plaque
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (100%)
Keywords
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Cardiac,
MDCT,
LV dysfunction,
Acute Chest Pain,
Coronary Stenosis
Die koronare Herzkrankhiert stellt heute in unseren Breitengraden eine der häufigsten Todesursachen dar. Daher erscheint eine frühe und richtige Diagnose der Erkrankung wichtig. Studien der letzten Jahre haben eine enge Korrelation zwischen dem akutem Herzinfarkt oder dem plötzlichem Herztod und einem bestimmten Plaquecharakteristikum gezeigt. Oft liegt die Ursache eines akuten Ereignisses im Aufbrechen von einem dieser "hochrisiko-Plaques", und einer daurauf basierenden Thrombusbildung mit nachfolgendem Gefäßverschluss. Diese Läsionen wurden sowohl angiographisch als auch mittels intrasvaskulärem Ultraschall untersucht und konnten als fettreiche Wandveränderungen vor allem im proximalen Gefäßabschnitt identifiziert werden. Diese Methoden bringen jedoch aufgrund ihres invasiven Charakters ein höheres Infarktrisiko für den Patienten mit sich. Das Herz CT als nicht invasive Bildgebung wurde schon vor 10 Jahren als additive Methode eingeführt. Seit damals hat sich die Technologie deutlich verbessert. Bis heute konnten zahlreiche Studien die hohe Zuverlässigkeit der Methode in der Detektion der Arteriosklerose zeigen und haben die Multidetektor Computer Tomographie (MDCT) in den klinischen Alltag gebracht. Eine der wichtigsten Faktoren in der Prognose und der Therapie der KHK stellt die richtige Charakterisierung und Größenbestimmungen des "hochrisiko Plaques" dar. Erste Studien hatten versucht diese Plaquecharakteriskia zu definieren, jedoch zeigte die Methode bald ihren Grenzen, denn die örtliche und vor allem die zeitliche Auflösung der verwendeten Geräte war zu gering. Durch die Verwendung von modernen Technologien (höhere örtliche Auflösung durch den z-flying Spot des 64 MDCT; höhere zeitliche Auflösung des Dual Source-CT durch die paralelle Nutzung von zwei Röntgenröhren) besteht heute die Hoffnung diese bisherigen Grenzen zu überschreiten. Erste Studien haben bereits bestätigt, dass die moderne Technologie eine Verbesserung bei der Plaqueanalyse und Detektion bringt, hier sind jedoch noch weitere Studien vonnöten. Ziel der Studie ist es die Vorteile aber auch die Grenzen der DSCT Technologie in Detektion, Größenbestimmung und Dichtemessung der Plaques zu zeigen, indem wir diese mit optischen CT (OCT), intravaskulärem Ultraschall (IVUS) und Histologie vergleichen. Weiters werden wir die Wiederholbarkeit der Ergebnisse zeigen (Inter und Intraobserver Variablity) und den Einfluß der Herzfrequenz auf die Gefäße. In unserem Projekt werden wir in mehreren Schritten diese Methode validieren. So wollen wir zuerst Phantome mit unterschiedlichen Durchmessern und bekannten Stenosegraden untersuchen, weiters wollen wir die Größe und Dichte von künstlich geformten Plaques messen. Der zweite Teil unserer Studie wird die Analyse von menschlichen Herzkrangefäßen von verstobenen Patienten sein. In diesem Teil der Studie wollen wir zusätzlich durch einen Bewegungsroboter der Firma Siemens verschiedene Herzfrequenzen simulieren. Dieses Forschungsprojekt soll den Stellenwert der DSCT in der moderen Herzbildgebung zeigen. Wir hoffen wir ein validiertes Protokoll zur Plaquedichtemessung erstellen zu können und dabei eine Dichtewert zu finden, mit dem es uns möglich wird den fettreichen, "hoch Risiko" Plaque in der klinischen Routine differenzieren zu können. Schließlich wollen wir zeigen, dass mit dem DSCT die Größe einer Läsion sicher und reproduzierbar bestimmbar ist und somit in späteren Studien ein Therapieerfolg eines plaqueverkleinernden Medikamentes bewiesen werden kann.
Research Output
- 63 Zitationen
- 2 Publikationen
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2010
Titel Reproducibility, Accuracy, and Predictors of Accuracy for the Detection of Coronary Atherosclerotic Plaque Composition by Computed Tomography DOI 10.1097/rli.0b013e3181e0a541 Typ Journal Article Autor Van Der Giessen A Journal Investigative Radiology Seiten 693-701 -
2009
Titel Accuracy of dual-source computed tomography in quantitative assessment of low density coronary stenosis—a motion phantom study DOI 10.1007/s00330-009-1587-z Typ Journal Article Autor Toepker M Journal European Radiology Seiten 542-548