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Familienmuster in Frankreich

Changing Familiy Patterns in France

Maria Winkler-Dworak (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J2836
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status frühzeitig beendet
  • Bewilligungssumme 29.200 €

Wissenschaftsdisziplinen

Soziologie (100%)

Keywords

    Familiy patterns, Silmultaneous Hazards, Fertility, France, De-Standardization, Sequence Analysis

Abstract

In den meisten westlichen Ländern haben sich die Familiengründungsmuster seit den 1960er Jahren signifikant verändert. In den letzten Jahrzehnten heirateten Männer und Frauen nicht nur weniger häufig und bekamen weniger Kinder, sie taten dies auch später als frühere Generationen, während nicht-eheliche Lebensgemeinschaften und Scheidungen immer üblicher wurden. Durch die zunehmende Instabilität der Partnerschaften beschränkt sich die Elternschaft außerdem nicht länger nur auf eine einzige Ehe oder Partnerschaft. Diese demo-graphischen Änderungen führen dazu, dass Individuen im Lauf ihres Lebens eine Vielzahl von Familienkonstellationen durchlaufen. Dieses Projekt untersucht Familienlebenszyklen in Frankreich und deren Änderungen in den letzten Jahrzehnten. Insbesondere soll die Wechselbeziehung von Partnerschafts- und Fertilitäts-entscheidungen und deren Auswirkungen auf den Familienlebenslauf sowie deren Implikationen und Veränderungen im zeitlichen Ablauf analysiert werden. Ein wesentliches Ziel dieses Projekts ist zu untersuchen, inwieweit sich die Änderungen in den Familiengründungsmustern auf die "Pfade" des Familienlebens und der Elternschaft ausgewirkt haben. Erleben die Individuen eine größere Vielfalt von Familien-lebenslaufmustern, welcher turbulenter und weniger stark strukturiert sind als früher? Die Frage, die sich in diesem Kontext stellt ist kurz gesagt: Kam es zu einer Destandardisierung von Familienlebensläufen? Zweites zentrales Ziel ist die Analyse der Wechselbeziehung von Partnerschafts- und Fertilitätsprozessen im Lebenslauf, wobei nicht nur direkte Effekte betrachtet werden sollen, sondern auch die Effekte von nicht beobachtbaren individuellen Charakteristika, welche gleichzeitig Partnerschaftsgründung, -lösung und Geburtenverhalten beeinflussen. Durch die simultane Modellierung von Partnerschafts- und Fertilitätsprozessen sollen Existenz und Richtung von Selektionseffekten, die von solchen gemeinsamen nicht beobachtbaren Faktoren herrühren, untersucht werden. Diese Ergebnisse sind zudem wesentlich für das dritte Ziel der Studie, nämlich die Folgen der Änderungen in den Familienmustern, insbesondere die Auswirkungen von Partnerschaftsinstabilität auf Fertilität. Einerseits erschwert Partnerschafts-instabilität das Erreichen der gewünschten Kinderzahl innerhalb einer einzigen Ehe oder Lebensgemeinschaft, andererseits kann es dadurch zu weiteren Geburten in einer neuen Partnerschaft kommen. In einem niedrigen Fertilitätskontext können diese gegenläufigen Effekte zu länderspezifischen Unterschieden der Fertilitätsraten beitragen.

Forschungsstätte(n)
  • University of Stockholm - 60%
  • University of Wisconsin - 40%

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