Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (60%); Gesundheitswissenschaften (40%)
Keywords
Influenza A virus,
Haemagglutinin,
Neuraminidase,
Glycan specificity,
Multidisciplinary approach
Abstract
Glykane mit einer terminalen Sialinsäure wurden lange als einzige Rezeptoren für die zwei
Hauptoberflächenglykoproteine Hämagglutinin (HA) und Neuraminidase (NA) vom Influenza A Virus betrachtet.
Es wurde gezeigt, dass auch der innere Teil der Glykane und unsialylierte Glykane bei den Interaktionen vom
Virus mit der Wirtszelle beteiligt sind. In dieser Studie analysiere ich systematisch die Bindeepitope von zellulären
Kohlenhydraten, die in direktem Kontakt mit den HA- und NA-Proteinen von (i) saisonalem humanen und
pandemischem Schweinevirus H1N1, (ii) von Tieren auf Menschen übertragbarem H5N1, H7N7, H9N2 und H7N3,
(iii) an den Menschen adaptiertem H2N2 und H3N2 und (iv) die Tamiflu-resistente N1-H274Y-Mutante mittels
Glykan array, saturation transfer difference (STD) NMR Spektroskopie und surface plasmon resonance (SPR)
Techniken. Mit Hilfe dieser Daten kann ich eine Glykaninteraktionskarte (Glykointeraktom) für den Influenza A
Virus erstellen und Schlüsselglykane als Hauptoberflächenrezeptoren bestimmen. Dieses Glykointeraktom wird
nicht nur unser Wissen über die komplexe Beziehung zwischen Rezeptorspezifität und Wirtszelltropsimus
vertiefen, sondern auch eine strukturelle Basis für das Design und die Entwicklung der nächsten Generation von
Medikamenten und Vakzinen gegen Influenza liefern.