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Das Ende der frühmittelalterlichen Privaturkunde

Towards the end of the early medieval private charter

Bernhard Zeller (ORCID: 0000-0002-7035-7203)
  • Grant-DOI 10.55776/J3569
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2014
  • Projektende 31.03.2015
  • Bewilligungssumme 31.567 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (60%); Rechtswissenschaften (15%)

Keywords

    Early Medieval History, Cultural History, Diplomatics, Literacy

Abstract Endbericht

Im einzigartigen frühmittelalterlichen Originalurkundenbestand des Klosters St. Gallen manifestiert sich der Übergang von der karolingischen zur nachkarolingischen Zeit als ein markanter Einschnitt: Während aus der Zeit vor 911/12 mehr als 700 Privaturkunden erhalten sind, scheinen solche Dokumente danach nur mehr sporadisch ausgestellt worden zu sein. In der älteren Forschung wurde dieser Einbruch in der Urkundenproduktion, der in dieser Zeit auch anderswo beobachtet werden kann, als ein deutliches Indiz für eine praktisch alle Lebensbereiche erfassenden Krise in spätkarolingischer Zeit interpretiert. Jüngere Studien haben diese pessimistische Einschätzung relativiert und versucht, pragmatischere Interpretationen für diese Entwicklung zu formulieren. Allerdings konzentrierten sich diese Forschungen vor allem auf das Aufkommen und den Befund von frühmittelalterlichen Kopialbüchern sowie deren Wandel zu Traditionsbüchern. Das beantragte Projekt wird hingegen mit den St. Galler Urkunden den einzigen aussagekräftigen Bestand von frühmittelalterlichen Originalurkunden nördlich der Alpen untersuchen und auf diese Weise neue und alternative Erkenntnisse gewinnen. Ausgehend von den späten Jahren des Abbatiat Grimalds ( 872), in dem die St. Galler Urkundenproduktion quantitativ und qualitativ ihren Höhepunkt erreichte, sollen Veränderungen in der Folgezeit ins Auge genommen werden. Dabei kann der Antragsteller auf seine langjährige Erfahrung bei der laufenden Faksimile-Edition der St. Galler Urkunden in der Reihe der Chartae Latinae Antiquiores) aufbauen die im Übrigen auch im Rahmen des Projektes fortgesetzt werden wird. Einerseits werden im Projekt der beachtliche Anstieg von Herrscherdiplomen für Empfänger aus Alemannien im ausgehenden 9. und im 10. Jahrhundert und ihre Veränderungen (hinsichtlich ihres Inhalt, ihrer Funktion und Bedeutung) analysiert. Gleichzeitig werden die wandelnden Umstände ihrer Herstellung sowie deren formalen Konsequenzen untersucht (vor allem in Hinblick auf die sogenannten Empfängerausfertigungen). Andererseits wird im Projekt der auffällige zahlenmäßige Rückgang der St. Galler Privaturkunden zur selben Zeit einer eingehenden Betrachtung unterzogen: Untersucht werden die wandelnde Funktion und Bedeutung der Urkunden beim Abschluss von Rechtshandlungen, aber auch bei der Beilegung von Konflikten. Vor allem aber wird sich das Projekt auf Veränderungen im Bereich der urkundlichen Dokumentation und der Dokumente selbst konzentrieren. Für diese Untersuchung ist die Originalität der bislang noch nicht in Faksimile zugänglichen St. Galler Urkunden entscheidend. Da die Produktion von St. Galler Privaturkunden in diesem Zeitraum von St. Galler Mönchen dominiert wurde, wird das Projekt auch wichtige Einblicke in das klösterliche (Urkunden-)Skriptorium dieser Zeit erlauben (Aufbau und Organisation, Zahl der Schreiber, ihre Ausbildung und Fähigkeiten, ihre eventuelle Tätigkeit in der klösterlichen Buchproduktion).

Im einzigartigen frühmittelalterlichen Originalurkundenbestand des Klosters St. Gallen manifestiert sich der Übergang von der karolingischen zur nachkarolingischen Zeit als ein markanter Einschnitt: Während aus der Zeit vor 911/12 mehr als 700 Privaturkunden erhalten sind, scheinen solche Dokumente danach nur mehr sporadisch ausgestellt worden zu sein. In der älteren Forschung wurde dieser Einbruch in der Urkundenproduktion, der in dieser Zeit auch anderswo beobachtet werden kann, als ein deutliches Indiz für eine umfassende Krise in spätkarolingischer Zeit interpretiert. Bereits in jüngeren Studien wurde versucht, diese (kultur-)pessimistische Einschätzung zu relativieren und pragmatischere Interpretationen für diese Entwicklung zu formulieren.Die Arbeiten im Projekt konnten nun zeigen, dass der auffällige Rückgang in der Urkundenproduktion, der im Übrigen bereits im späteren 9. Jahrhundert einsetzt, nur für die klösterliche Urkundenproduktion mit Sicherheit konstatiert werden kann, jedoch keine Rückschlüsse auf die allgemeine Entwicklung der Urkundenschriftlichkeit in Alamannien erlaubt. Der starke Anstieg von königlichen Zuwendungen und Privilegien für das Kloster seit der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts mag den Stellenwert von kleinen, alltäglichen Rechtsgeschäften beeinflusst haben, doch konnten keine direkten negativen Auswirkungen auf die klösterliche Urkundenproduktion nachgewiesen werden. Bedeutender war sicher der Umstand, dass die im 9. Jahrhundert zentralen Schenkungs- und Prekarie-Geschäfte hinsichtlich der in ihnen festgesetzten Bedingungen für das Kloster immer unattraktiver wurden. Bezeichnenderweise ist der Rückgang der klösterlichen Urkundenproduktion auch über weite Strecken ein Rückgang der Schenkungs- und Prekarie-Urkunden.Zudem lassen sich im späten 9., aber besonders im 10. Jahrhundert sowohl ein deutliches Anwachsen der ausgestellten Tauschurkunden, aber auch ein Schrumpfen des primären Interessensgebiets der klösterlichen Grundherrschaft erkennen. Beide Beobachtungen lassen sich in Hinblick auf Bemühungen der Besitzkonzentration interpretieren, mit denen auch der zahlenmäßige Rückgang der ausgestellten Urkunden in Zusammenhang gesehen werden muss. Diese Entwicklung scheint durch die politische Instabilität und Unsicherheit im ersten Drittel des 10. Jahrhunderts begünstigt worden zu sein, als der Verfall von königlicher Gewalt, die Herausbildung einer neuen dukalen Mittelgewalt, aber auch die Einfälle von äußeren Feinden sowie andere Schwierigkeiten die St. Galler Mönchsgemeinschaft vor große Herausforderungen stellten. Diese Ereignisse hatten nachweislich negative Auswirkungen auf die klösterliche Grundherrschaft, führten aber offenbar auch zu Änderungen in deren Organisation und Verwaltung. In diesem Zusammenhang ist vor allem die wachsende Bedeutung von Laien zu betonen, namentlich von klösterlichen maiores, vor allem aber des klösterlichen advocatus. Letzterer scheint zentrale Kompetenzen der prepositi übernommen zu haben, also jener Mönche, welche bis dahin in der klösterlichen Güterverwaltung, aber auch in der mit diesem eng verbundenen klösterlichen Urkundenwesen eine zentrale Rolle gespielt hatten. Während die kritischen Ereignisse im ersten Drittel des 10. Jahrhunderts mit ihren weitreichenden Folgen für die klösterliche Grundherrschaft den Rückgang und Kollaps der klösterlichen Urkundenproduktion beschleunigt haben dürften, mögen die administrativen Veränderungen und die Herausbildung eines neuen Typus der Vogtei maßgeblichen Anteil daran gehabt haben, dass auf dem Gebiet des klösterlichen Urkundenwesens auch in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts kein Aufschwung zu verzeichnen ist.

Forschungsstätte(n)
  • University of Cambridge - 100%

Research Output

  • 3 Publikationen
Publikationen
  • 2015
    Titel Book-review of: Natalie Maag, Alemannische Minuskel (744-846 n. Chr.). Frühe Schriftkultur im Bodenseeraum und Voralpenland (= Quellen und Forschungen zur lateinischen Philologie des Mittelalters 18, Stuttgart 2014).
    Typ Journal Article
    Autor Zeller R
    Journal sehepunkte [15.06.2015]
  • 0
    Titel Chartae Latinae Antiquiores. Facsimile-Edition of the latin Charters (Sankt Gallen IX).
    Typ Other
    Autor Heidecker K Et Al
  • 2016
    Titel Chartae Latinae Antiquiores. Facsimile-Edition of the latin Charters (Sankt Gallen IX).
    Typ Other
    Autor Heidecker K Et Al

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