Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (70%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (30%)
Keywords
Ataxia telangiectasia,
Cancer,
Fanconi anaemia,
Haploid Screen,
DNA damage response,
Synthetic Viability
Abstract
Ataxia telangiectasia (AT) und Fanconi-Anämie (FA) sind Erbkrankheiten, die durch
genomische Instabilität gekennzeichnet sind. Letztere wird in beiden Syndromen durch
unzureichende DNA-Reparatur hervorgerufen. Die Zellen der betroffenen Patienten sind
hypersensibel für genotoxische Behandlungen. Mit Hilfe eines genomischen Screens werde
ich Gene identifizieren, die für diese Hypersensibilität verantwortlich sind. Dazu werde ich
mir haploide humane Zellen zu Nutze machen, welche AT oder FA Mutationen tragen und
daher hypersensibel für bestimmte Arten von DNA-Schaden sind. Diese Zellen werden zuerst
einer retroviralen Gene-Trap-Mutagenese unterworfen werden mit dem Ziel, alle möglichen
Gene auszuschalten. Es folgt eine Dosis DNA-Schaden, die unter normalen Umständen letal
ist. Resistente Zellen werden propagiert und die Gene-Traps durch DNA-Sequenzierung der
zweiten Generation lokalisiert werden. Dieser Screen wird Gene identifizieren, deren
Mutation die DNA-Schadensresistenz in AT und FA wiederherstellt. Die Rolle dieser Gene
sowohl bei der DNA-Reparatur als auch in der zellulären Pathogenese der erwähnten
Krankheiten wird mit Hilfe von gentechnisch modifizierten oder Patienten-Zelllinien geklärt
werden. Im Anschluß sollen die Studien auf Mausmodelle von AT und FA ausgedehnt
werden sowie auf Tumormodelle mit somatischen Defekten in AT- und FA-Genen.