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Hg-Bioakkumulation durch stillgelegte Öl- und Gasleitungen

Oil and gas decommissioning: a source for Hg bioaccumulation

Lhiam Paton (ORCID: 0000-0002-4737-8903)
  • Grant-DOI 10.55776/J4871
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status laufend
  • Projektbeginn 01.03.2025
  • Projektende 29.02.2028
  • Bewilligungssumme 219.050 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (50%); Chemie (50%)

Keywords

    Decommissioning, Bioaccumulation, Hg analysis, Oil and Gas

Abstract

Die Öl- und Gasverarbeitung ist seit Generationen ein Eckpfeiler der weltweiten Energieerzeugung. In den kommenden Jahren wird jedoch ein erheblicher Prozentsatz aller Offshore-Anlagen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen und stillgelegt werden. Die Planung solcher Stilllegungsprojekte erfordert große Sorgfalt und das Management vieler Faktoren, einschließlich der Umweltauswirkungen. Ein Umweltaspekt, der dabei berücksichtigt werden muss, ist der Umgang mit stillgelegter Infrastruktur, wie z. B. Pipelines, die derzeit auf dem Meeresboden verlegt sind. Diese Pipelines an Ort und Stelle zu belassen, ist finanziell rentabel und bringt gewisse Vorteile mit sich, wie etwa die Unversehrtheit der Ökosysteme. Dies erfordert jedoch zunächst eine Risikobewertung, bei der die Umweltauswirkungen von Restkontaminanten wie Quecksilber (Hg) berücksichtigt werden müssen. Hg ist ein Schadstoff in Brennstoffen wie Erdgas, der für seine Toxizität und Bioakkumulation bekannt ist, was zu hohen Konzentrationen dieses giftigen Metalls in Meereslebewesen führt. Dies gilt auch für Fische (z. B. Thunfisch), die einen Teil der Nahrungskette darstellen. Daher ist es von vorrangiger Bedeutung zu gewährleisten, dass, falls Pipelines auf dem Meeresboden verbleiben, kein Hg in die lokale Meeresumwelt freigesetzt wird und keine weitere Kontamination des Nahrungsnetzes erfolgt. Um dieses Problem anzugehen, wird dieses Projekt die laufenden Arbeiten an der Universität Graz und der Australian Nuclear Science and Technology Organisation fortsetzen, indem modernste spektrometrische Techniken eingesetzt werden, um zu ermitteln, wie viel Hg in den derzeit in der Tiefsee verlegten Pipelines vorhanden sein könnte. Darüber hinaus wird es durch die Anwendung nuklearer Radiotracer möglich sein, ein Szenario zu untersuchen, bei dem Hg in die Umwelt freigesetzt wird, und zu bewerten, ob dies zu einer Bioakkumulation führen würde und somit eine Bedrohung für die umliegenden Ökosysteme darstellt, oder ob das Hg, das freigesetzt werden könnte, inert und sicher ist. Ziel dieses Projekts ist es daher, das Risiko im Zusammenhang mit Hg zu ermitteln, das sich entlang von Öl- und Gaspipelines angesammelt hat, und festzustellen, ob dieses Hg in das marine Nahrungsnetz gelangen und zur Hg- Bioakkumulation beitragen könnte.

Forschungsstätte(n)
  • Australian Nuclear Science and Technology Organisation - 100%

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