a-synuclein Ablagerung durch COVID-19 - eine Pilotstudie
a-synuclein seeding activity in the olfactory mucosa followi
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (100%)
Keywords
-
Alpha-Synuclein,
COVID-19,
RT-QuIC
Ablagerungen von fehlgefalteten Eiweißstoffen sind die Ursache häufiger neurologischer Krankheiten wie der Alzheimer- oder der Parkinson-Erkrankung. Bei der Parkinson-Krankheit findet sich das fehlgefaltete Protein alpha-Synuclein in der Riech-Schleimhaut der Nase, welche für die Geruchswahrnehmung zuständige Nervenzellen enthält, von denen aus sich das fehlgefaltete alpha- Synuclein weiter in das Gehirn ausbreitet. Die Mechanismen, die zu dieser Fehlfaltung und zur dadurch bedingten Schädigung des Nervensystems führen, sind nach wie vor ungeklärt. Eine Hypothese ist, dass entzündliche Prozesse wie virale Infekte die Fehlfaltung von alpha-Synuclein bei der Parkinson-Erkrankung auslösen und zu deren Ablagerung führen können. Aufgrund dieser Annahme und der auffälligen Beteiligung des Geruchsinns bei der SARS-CoV-2-Infektion (COVID-19) ist es das Ziel dieser Studie, das Riechepithel der Nasenschleimhaut von COVID-19 Patient:innen mittels eines Nasenabstrichs auf mögliche alpha-Synuclein-Ablagerungen zu untersuchen.
Diese Pilotstudie untersuchte, ob eine SARS-CoV-2-Infektion möglicherweise schädliche Eiweißablagerungen ("-Synuclein-Aggregate") in der Nasenschleimhaut - jenem Gewebe, das für unseren Geruchssinn verantwortlich ist - verursacht und dadurch langfristig das Risiko neurologischer Erkrankungen wie Parkinson erhöhen könnte. Wir konnten zeigen, dass -Synuclein-Aggregate bei über 80 % der Parkinson-Patienten, bei etwa 23 % der Personen nach einer SARS-CoV-2-Infektion und bei etwa 12 % der gesunden Kontrollpersonen nachweisbar waren. Obwohl die Gesamtzahl positiver Befunde zwischen Personen nach SARS-CoV-2-Infektion und gesunden Kontrollpersonen nicht signifikant unterschiedlich war, fiel besonders auf, dass Personen mit anhaltendem subjektiven Geruchsverlust nach einer SARS-CoV-2-Infektion deutlich häufiger solche Eiweißablagerungen aufwiesen als jene ohne subjektive Geruchsstörungen und gesunde Kontrollen. Auch wenn diese Studie keine abschließenden Aussagen über langfristige neurologische Risiken zulässt, verweist sie auf ein wichtiges Forschungsgebiet bezüglich möglicher neurologischer Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion.