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Kardiale Magnetresonanz-Spektroskopie bei der Parkinsonkrankheit

Cardiac magnetic resonance spectroscopy in Parkinson’s disease

Gregor Karl Wenning (ORCID: 0000-0001-9077-1666)
  • Grant-DOI 10.55776/KLI380
  • Förderprogramm Klinische Forschung
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2014
  • Projektende 30.06.2017
  • Bewilligungssumme 110.586 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (100%)

Keywords

    Parkinson's disease, Multiple system atrophy, Autonomic nervous system, Magnetic resonance spectroscopy, Cardiac metabolism

Abstract Endbericht

Wissenschaftlicher Hintergrund Die Parkinson-Krankheit ist eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, die durch die klassischen motorischen Zeichen Tremor, Rigor und Hypo- oder Bradykinese gekennzeichnet ist. Unter dem Überbegriff "Parkinson-Syndrome" werden weitere Erkrankungen zusammengefasst, die durch einen ähnlichen Verlauf und eine ähnliche Symptomatik gekennzeichnet sind zu dieser Erkrankungsgruppe zählt die Multisystematrophie. Im Gegensatz zu anderen Parkinson-Syndromen findet sich bei der Parkinson-Krankheit bereits in frühen Krankheitsstadien eine eingeschränkte sympathische Versorgung des Herzens. Dies wird in der klinischen Routine genutzt um durch eine nuklearmedizinsche Untersuchung (123I-Metaiodobenzylguanidin Szintigraphie; MIBG) die Differentialdiagnose der einzelnen Krankheitsbilder zu erleichtern. Neuwert der Studie Wenngleich die 123I-Metaiodobenzylguanidin Szintigraphie eine frühe Differentialdiagnose erleichtern kann, finden sich auch einige Nachteile bei der genannten Untersuchungsmethode: (i) Häufig verwendete Medikamente (beispielsweise Antidepressiva und Calcium-Antagonisten) beeinflussen die kardiale MIBG Aufnahme; (ii) jede MIBG Szintigraphie ist mit einer Exposition gegenüber radioaktiver Strahlung verbunden; (iii) nuklearmedizinsiche Untersuchungsmethoden sind mit hohen Kosten verbunden; (iv) die MIBG Szintigraphie ist außerhalb von akademischen Zentren nur eingeschränkt verfügbar. Daher möchten wir die kardiale Magnetresonanzspektroskopie als nützliche, kostensparende und weitverbreitete Alternative zur MIBG Szintigraphie etablieren. Bislang ist jedoch nicht bekannt inwieweit der kardiale Energiestoffwechsel durch Unterschiede in der sympathischen Innervation bei Parkinson-Syndromen beeinflusst wird. Mit Hilfe einer kardialen Magnetresonanzspektroskopie möchten wir krankheitsspezifische Profile bei Patienten, die an der Parkinson-Krankheit oder der Multisystematrophie leiden, sowie bei gesunden Probanden erheben und diese mit dem derzeitigen Gold-Standard (MIBG Szintigraphie) vergleichen.

Wissenschaftlicher HintergrundDie Parkinson-Krankheit ist eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, die durch die klassischen motorischen Zeichen Ruhezittern, Muskelsteifigkeit und Bewegungsverlangsamung gekennzeichnet ist. Unter dem Überbegriff "atypische Parkinson-Syndrome" werden weitere Erkrankungen zusammengefasst, die durch eine ähnliche Symptomatik, aber einen divergierenden Krankheitsverlauf gekennzeichnet sind zu dieser Erkrankungsgruppe zählt die Multisystematrophie. Im Gegensatz zu anderen (atypischen) Parkinson-Syndromen findet sich bei der Parkinson-Krankheit bereits in frühen Krankheitsstadien eine eingeschränkte sympathische Versorgung des Herzens. Dies wird in der klinischen Routine genutzt um durch eine nuklearmedizinsche Untersuchung (123I-Metaiodobenzylguanidin Szintigraphie) die Differentialdiagnose der einzelnen Krankheitsbilder zu erleichtern.Neuwert der StudieWenngleich die 123I-Metaiodobenzylguanidin Szintigraphie eine frühe Differentialdiagnose erleichtern kann, finden sich auch einige Nachteile bei der genannten Untersuchungsmethode: (i) Häufig verwendete Medikamente (beispielsweise Antidepressiva und Calcium-Antagonisten) beeinflussen die kardiale MIBG Aufnahme; (ii) jede MIBG Szintigraphie ist mit einer Exposition gegenüber radioaktiver Strahlung verbunden; (iii) nuklearmedizinsiche Untersuchungsmethoden sind mit hohen Kosten verbunden; (iv) die MIBG Szintigraphie ist außerhalb von akademischen Zentren nur eingeschränkt verfügbar. Daher wurde versucht die kardiale Magnetresonanzspektroskopie als nützliche, kostensparende und weitverbreitete Alternative zur MIBG Szintigraphie etablieren. ErgebnisseEs konnte gezeigt werden, dass die Magnetresonanzspektroskopie eine sichere und einfach durchzuführende Untersuchung bei Patienten mit Parkinson-Erkrankungen ist. Ein krankheitsspezifisches Metaboliten-Profil konnte bislang in den vorliegenden Magnetresonanzspektroskopien jedoch nicht gefunden werden. Dennoch ergaben sich aus den erfolgten Untersuchungen richtungsweisende Ergebnisse, die aktuell in Nachfolgeprojekten weiterverfolgt werden.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Innsbruck - 100%

Research Output

  • 41 Zitationen
  • 4 Publikationen
Publikationen
  • 2022
    Titel Cardiac sympathetic innervation in Parkinson’s disease versus multiple system atrophy
    DOI 10.1007/s10286-022-00853-6
    Typ Journal Article
    Autor Eckhardt C
    Journal Clinical Autonomic Research
    Seiten 103-114
    Link Publikation
  • 2022
    Titel What new can we learn from cardiac sympathetic neuroimaging in synucleinopathies?
    DOI 10.1007/s10286-022-00859-0
    Typ Journal Article
    Autor Lamotte G
    Journal Clinical Autonomic Research
    Seiten 95-98
    Link Publikation
  • 2015
    Titel Sex and age effects on cardiovascular autonomic function in healthy adults
    DOI 10.1007/s10286-015-0310-1
    Typ Journal Article
    Autor Ndayisaba J
    Journal Clinical Autonomic Research
    Seiten 317-326
  • 2016
    Titel 123I-MIB-SPECT- und CT-Ko-Registrierung bei PatientInnen mit IPD und MSA-P.
    Typ Journal Article
    Autor Eschlboeck S
    Journal Neurologisch

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