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PET/CT vs. PET/MRI in der onkologischen Ganzkörperbildgebung

PET/CT vs. PET/MRI for Whole-Body Cancer Imaging

Marius Mayerhöfer (ORCID: 0000-0001-8786-8686)
  • Grant-DOI 10.55776/KLI382
  • Förderprogramm Klinische Forschung
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2014
  • Projektende 30.11.2017
  • Bewilligungssumme 238.187 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (100%)

Keywords

    Positronenemissionstomographie, Metastasen, Magnetresonanztomographie, Onkologie, Computertomographie

Abstract Endbericht

PET/CT (Positronenemissionstomographie / Computertomographie) ist die aktuelle Methode der Wahl zur bildgebenden Ganzkörperdiagnostik der meisten Krebserkrankungen. Seit kurzem sind nun PET/MRT (Positronenemissionstomographie / Magnetresonanztomographie) Hybridgeräte kommerziell verfügbar, und werden langsam in die klinische Routinediagnostik integriert. Es ist jedoch derzeit unklar, in welchen Situation d.h., für welche Krebsarten die PET/MRT zukünftig die PET/CT ersetzen wird; entweder aufgrund einer besseren Erkennungsrate für Läsionen, oder aufgrund der geringeren Strahlenbelastung. Im Gegensatz zur CT verwendet die MRT bekanntlich keine ionisierende Strahlung, was vor allem für junge Patienten von Bedeutung sein könnte. Da die MRT der CT hinsichtlich des Weichteilkontrastes überlegen ist, erscheint es plausibel, dass die PET/MRT der PET/CT bei der Ganzkörperdetektion mancher Krebsarten überlegen sein könnte. Die könnte vor allem auf jene Krebsarten zutreffen, welche die Leber, das Gehirn oder die Knochen befallen. Es ist daher das Ziel dieser prospektiven Studie zu erforschen, für welche Subgruppen onkologischer Patienten die PET/MRT zukünftig die bildgebende Methode der Wahl sein könnte.

Ziel des FWF Projektes war es, die beiden Hybrid-Schnittbildtechniken PET/CT (Positronenemissionstomographie/ Computertomographie)undPET/MRI (Positronenemissionstomographie / Magnetresonanztomographie) für die Untersuchung von Krebspatienten zu vergleichen. Insgesamt zeigte sich dabei ein moderater Vorteil für die PET/MRI hinsichtlich der Genauigkeit der Erfassung des Ausmaßes der Krebserkrankung, was teils auch zu Änderungen der Behandlung der Patienten führte. PET/CT und PET/MRI wurden an einem Tag hintereinander durchgeführt, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Es wurden einerseits spezielle Krebsarten untersucht, etwa neuroendokrine Tumore und Lymphome (Lymphdrüsenkrebs), andererseits wurde auch ein Vergleich von PET/MRI und PET/CT in der Gesamtheit der insgesamt 263 teilnehmenden Krebspatienten durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigen dass bei Lymphomen die PET/MRI insofern überlegen ist, als langsam wachsende Lymphomarten wie das sogenannte MALT-Lymphom oft nur durch die MRI Komponente der PET/MRI, nicht aber durch die PET/CT sichtbar gemacht werden können. Die PET erfasst diese Lymphome allerdings auch, wenn die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt nach Injektion des radioaktiv markierten Zuckers ([18F]FDG) aufgenommen werden. Bei neuroendokrinen Tumoren liegt der Vorteil der PET/MRI vor allem in der Erkennung von Krebsabsiedelungen (Metastasen) in der Leber. In der Gesamtheit der 330 PET/MRI und PET/CT Untersuchungen der 263 Krebspatienten (in der auch Lungenkrebs und schwarzer Hautkrebs große Patientengruppen darstellten) zeigte sich eine 13% höhere Genauigkeit der PET/MRI hinsichtlich der Erfassung von bösartigen Veränderungen im Rahmen der Krebserkrankungen. Besonders für die Erkennung von Metastasen in Gehirn (welche besonders häufig bei Patienten mit Lungenkrebs und schwarzem Hautkrebs vorkamen) und Leber war die PET/MRI der PET/CT überlegen, leicht unterlegen allerdings hinsichtlich der Erkennung von Lungenmetastasen. In 8% der Patienten führten die nur in der PET/MRI, aber nicht in der PET/CT sichtbaren Metastasen zu einer Änderung in der Behandlung der Patienten (z.B. Art der Therapie, Kontrollintervall, Erfordernis weiterführender Tests). Umgekehrt führten die nur in der PET/CT, aber nicht in der PET/MRI sichtbaren Lungenmetastasen in keinem Patienten zu einer Änderung der Behandlung. Somit dürfte die PET/MRI der PET/CT insgesamt hinsichtlich der Untersuchung von Krebspatienten in moderatem Ausmaß überlegen sein.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 100%

Research Output

  • 94 Zitationen
  • 3 Publikationen
Publikationen
  • 2018
    Titel Normalized STEAM-based diffusion tensor imaging provides a robust assessment of muscle tears in football players: preliminary results of a new approach to evaluate muscle injuries
    DOI 10.1007/s00330-017-5218-9
    Typ Journal Article
    Autor Giraudo C
    Journal European Radiology
    Seiten 2882-2889
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Quantitative assessment of atherosclerotic plaques on 18F-FDG PET/MRI: comparison with a PET/CT hybrid system
    DOI 10.1007/s00259-016-3308-6
    Typ Journal Article
    Autor Li X
    Journal European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging
    Seiten 1503-1512
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Does Delayed-Time-Point Imaging Improve 18F-FDG-PET in Patients With MALT Lymphoma?
    DOI 10.1097/rlu.0000000000001005
    Typ Journal Article
    Autor Mayerhoefer M
    Journal Clinical Nuclear Medicine
    Seiten 101-105
    Link Publikation

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